Heute ist der 12. Am 12. eines Monats gibt es traditionell das Blogformat 12 von 12. Das bedeutet, mit 12 Bildern den Tag, also den 12. eines Monats, zu beschreiben. Dieses Blogformat wird von Caro von Draußen nur Kännchen gepflegt. Auf ihrer Website unter ihrem 12 von 12 kannst du viele 12 von 12 Artikel finden.
Am 12. November waren wir auf der EuroTier in Hannover. Laut eigener Definition ist sie: „die Weltleitmesse für professionelle Tierhaltung und Livestock-Management. Sie ist die führende Innovationsplattform der globalen Tierhaltungsbranche und bietet einen Überblick über Innovationen und etablierte Standards. Sie liefert Antworten und Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen für die Rinder-, Schweine- und Geflügelhaltung.“
Der Tag begann um 5 Uhr. Morgens wurde die Stallarbeit erledigt, wie Kälber füttern und Kühe zum Melkroboter treiben, die schon überfällig zum Melken sind. Dann schnell duschen, kurz frühstücken und ab zum Bahnhof. Wir fahren etwa 25 Minuten zum nächsten Bahnho
Die erste Bahn war voll mit Schülern, die um diese Zeit zur Schule fahren. Diese steigen dann in Nordhorn aus und danach war viel Platz im Zug.
In Bad Bentheim mussten wir dann eine knappe halbe Stunde auf den Anschlusszug nach Hannover warten. Meine Hoffnung, im dortigen Bahnhofsbistro das Frühstück zu komplettieren, platzte wie eine Seifenblase. Die Öffnungszeiten hatten sich geändert, sie haben nur noch nachmittags geöffnet. Ob auch hier der Mangel an Arbeitskräften eine Rolle spielt?
Keine Bahnfahrt ohne Unvorhergesehenes. Die S-Bahn vom Hannoverschen Hauptbahnhof zum Messegelände fuhr nicht. Alternative ICE; möglich, da die Zugbindung dann ja aufgehoben ist.
Dann endlich auf dem Messegelände angekommen. Heute ist der erste Tag der Messe und noch keine Menschenmassen unterwegs. Wir haben uns nur die Hallen mit Thema Rinderhaltung vorgenommen und eine Halle mit Maschinen. Wenn der Mann mit ist, komme ich da leider nicht drumherum.
Meine Eintrittskarte: Das Kind muss ja einen Namen haben!
So eine schöne braune Kuh! So eine hätte ich auch gerne im Stall. Da wir aber keine Tiere von anderen Betrieben kaufen, um uns keine anderen Krankheiten einzuschleppen, bleibt mir nur die Möglichkeit, einen Bullen dieser Rasse als Spermaportion zu kaufen und zu hoffen, dass eine ähnlich schöne Kuh dabei herauskommt.
Ein weiterer Schwerpunkt unseres Besuchs war die Optimierung unserer Kälberhaltung. Eine solche Kälberbox wäre schon toll. Der Boden lässt sich nach unten öffnen, sodass der Mist direkt herausfällt und die Box anschließend einfach gereinigt werden kann. Auch die separate Tür neben dem Nuckeleimer finde ich gut, dann kann das Kalb weitersaufen, während man die Box betritt oder verlässt. Und zwei zusätzliche Schalen, eine für Wasser, eine für erstes Futter – das ist durchdacht.
Auf der Suche nach einem geeigneten Klauenpflegestand haben wir mehrere Anbieter besucht und uns die Klauenstände vor Ort angesehen.
Auch für die größeren Kälber gab es einiges zu sehen. Unsere Gruppenhaltung könnte auch noch optimiert werden.
So eine Milchbar zum Füttern von größeren Kälbern gleichzeitig ist auch eine Überlegung wert. Bei uns eher für vier bis sechs Kälber wie auf dem mittleren Bild.
Nach einem langen Messetag ein schnelles Abendessen auf dem Bahnhof. Die Preise auf der Messe sind schon sehr gesalzen (um beim Thema Essen zu bleiben). Deswegen haben wir den kurzen Aufenthalt im Hauptbahnhof Hannover zu einer Currywurst mit Pommes genutzt.
Obwohl wir sechs Stunden sitzend im Zug verbracht haben, ist doch eine beachtliche Schrittzahl am Ende des Tages herausgekommen.
So ein Besuch einer Messe ist aufregend und informativ, aber auch ganz schön anstrengend.


Liebe Anke, das war ein sehr interessanter Artikel. Die Frage, ob Laktoseintoleranz heute häufiger ist, habe ich mir auch schon…