Anke Cras | Tierärztin & Milchviehhalterin
Du willst wissen, wie Landwirtschaft wirklich funktioniert – direkt aus dem Stall, nicht aus zweiter Hand. Als Tierärztin und Landwirtin erkläre ich, was wirklich passiert.
1995
Approbration als Tierärztin
Meine Geschichte
Ich habe Tiermedizin studiert, weil ich mit Tieren arbeiten wollte – das war spätestens seit dem Kindergarten klar.
Zwischen Abitur und Studium habe ich ein Praktikum an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Rindes an der Tierärztliche Hochschule Hannover gemacht – und danach war klar: Rinder. Kein Plan B.
Kühe haben mich schnell gepackt. Ihre Ruhe. Und gleichzeitig diese Kraft. Jede Kuh ein bisschen anders, mit eigener Art und eigenem Rhythmus. Man merkt schnell: Das sind keine „Produktionssysteme“, sondern Tiere mit Persönlichkeit.
Das hat mich fasziniert – und bis heute nicht losgelassen.
An der Tierärztliche Hochschule Hannover habe ich studiert, approbiert und promoviert. Als Tierärztin war ich mittendrin: Geburten, kranke Tiere, Entscheidungen, die man nicht aufschieben kann – Situationen, in denen man froh ist, wenn man weiß, was man tut.
Nach der Promotion stand ich an einem Punkt, an dem ich gemerkt habe: Wenn nicht jetzt, wann dann?
Ich habe die Tiermedizin kurz zur Seite gelegt und mich einer anderen Leidenschaft gewidmet. Ich habe ein paar Semester Ägyptologie und Ur- und Frühgeschichte studiert.
Es war spannend, nochmal in eine ganz andere Welt einzutauchen. Aber auch schnell klar: Das ist kein Weg, der sich langfristig tragen lässt.
Also bin ich zurückgegangen – in den Stall, in die Praxis, in das, was geblieben ist.
Das ist nicht nur ein schöner Satz – das ist die Haltung, mit der ich täglich in den Stall gehe. Kühe sind für mich Lebewesen mit Persönlichkeit, keine Produktionsfaktoren. Und genau von dieser Haltung aus schreibe ich.
Wie ich arbeite
Ich erkläre lieber, als zu überzeugen
Landwirtschaft ist nicht immer sauber und planbar. Es gibt schwierige Geburten, kranke Tiere und Tage, die länger werden als gedacht. Ich lasse das nicht weg – weil genau das dazugehört.
Ich bin Tierärztin. Was ich schreibe, basiert auf Wissen und Erfahrung – nicht auf Hörensagen. Und mir ist wichtig, dass man es versteht, ohne Fachbegriffe auseinandernehmen zu müssen.
Ich schreibe nicht aus der Distanz. Ich stehe selbst im Stall. Die Dinge, über die ich schreibe, erlebe ich jeden Tag.
Ich schreibe für Menschen, die Milch erzeugen, und für die, die sie kaufen. Nicht gegeneinander. Sondern so, dass man sich besser versteht.
Was (s)ich verändern kann
Es geht nicht darum, alles zu wissen. Sondern darum, Dinge besser einordnen zu können – und sich nicht mehr auf einzelne Meinungen verlassen zu müssen.
Bisher
Du liest etwas über Landwirtschaft – und bist dir nicht sicher, was davon stimmt.
Mit mir
Du bekommst ein Gefühl dafür, was realistisch ist – und was eher nicht.
Bisher
Viele Begriffe klingen kompliziert oder bleiben abstrakt.
Mit mir
Du verstehst, worum es geht – ohne jedes Detail kennen zu müssen.
Bisher
Einzelne Infos stehen nebeneinander, aber ergeben kein Gesamtbild.
Mit mir
Du erkennst Zusammenhänge und kannst Dinge besser einordnen.
Bisher
Du hörst viele Meinungen – und weißt nicht, welcher du glauben kannst.
Mit mir
Du kannst dir deine eigene, fundierte Meinung bilden.
Bisher
Krankheiten und Zusammenhänge werden entweder stark vereinfacht – oder so erklärt, dass man schnell aussteigt.
Mit mir
Du verstehst auch komplexe Themen wie Krankheiten oder Stoffwechselstörungen – so, dass sie im Alltag Sinn ergeben.
Newsletter
In meinen Hofnews schreibe ich das, was zwischen den Blogbeiträgen passiert: ein Blick auf den Hof, Themen aus der Rinderhaltung und Gedanken aus dem Alltag.
Unregelmäßig, aber dafür nah dran.
Wenn du magst, komm dazu.
Wenn du Lust hast, das mitzubekommen, dann lies einfach mit.
Meine Geschichte
Als Tierärztin kannte ich Betriebe. Ich war regelmäßig in Ställen, kannte Abläufe, kannte Probleme – und dachte, ich hätte ein ziemlich gutes Bild davon.
Dann bin ich selbst eingestiegen. Auf unseren Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim. 150 Kühe, Melkroboter, eigener Futterbau.
Und plötzlich war vieles anders.
Nicht unbedingt schwieriger. Aber dichter. Komplexer. Und vor allem: viel weniger sichtbar, als ich vorher gedacht hatte.
Da sind die täglichen Entscheidungen, die keiner sieht. Die Zusammenhänge, die man erst versteht, wenn man wirklich mittendrin ist. Und diese Verantwortung – für die Tiere, für den Betrieb, für das, was am Ende im Tank landet.
Gleichzeitig habe ich gemerkt: Die meisten Menschen, die Milch kaufen, haben davon kein klares Bild. Nicht, weil es sie nicht interessiert – sondern weil es selten jemand verständlich erklärt.
Also habe ich angefangen zu schreiben.
2006
Umzug auf den Hof
Neben Stall, Tiermedizin und Blog gibt es noch ein paar Seiten an mir, die man nicht auf den ersten Blick sieht.
Altgriechisch trifft Kuhstall
Meine Abiturfächer waren Altgriechisch und Biologie. Rückblickend passt das besser zusammen, als man denkt.
Nicht immer ganz vernünftig
Ich hatte mal einen weißen Opel Kadett mit selbst bemalter Motorhaube. Ein Katzen-Bild von Uli Stein. Keine besonders rationale Entscheidung – aber eine, an die ich mich bis heute erinnere.
Draußen funktioniert am besten
Ich bin gern unterwegs, am liebsten draußen. Wandern, unterwegs sein, auch mal im Wald übernachten – da wird der Kopf wieder frei.
Mein Weg
September
1995
Approbation
Der Moment, in dem aus Studium Verantwortung wird.
Juni
2001
Promotion
Noch einmal tiefer eintauchen – nicht nur anwenden, sondern wirklich verstehen.
bis
2015
Tierärztin in verschiedenen Rollen
Angestellt, selbstständig als Praxisvertreterin und wieder zurück im Team. Vollzeit und Teilzeit. Unterschiedliche Betriebe, unterschiedliche Systeme – und jedes Mal ein Stück mehr Realität verstanden.
Juni
2006
Einzug auf den Milchviehbetrieb
Nicht mehr von außen draufschauen, sondern mittendrin sein. Zusammenhänge anders sehen – und Verantwortung neu begreifen.
Mai
2023
Der Blog entsteht
Der Schritt, Dinge aufzuschreiben. Erklären, was sonst oft unsichtbar bleibt.
Newsletter
Wenn du bis hier gelesen hast, weißt du ungefähr, wie ich arbeite und wie ich schreibe.
Im Newsletter teile ich genau das – nur etwas näher dran am Alltag. Gedanken aus dem Stall, Dinge, die mir auffallen, und Themen, die nicht immer in einen fertigen Artikel passen.
Wenn du magst, lies einfach weiter.
In diesem Adventskalender gibt es jeden Tag ein Rezept mit Milch oder Milchprodukten.
Hier kannst du dich anmelden, dann erhältst du ab dem 1. Dezember jeden Tag ein neues Rezept – über Vorspeisen, Hauptspeisen, Dessert oder Kuchen.