Dana Sterbak hat zur Blogparade aufgerufen. Ihr Thema: Wie hast du deinen Lieblingssport gefunden? hat mich sofort angesprochen. Denn ich habe viele Sportarten ausprobiert und bin letztendlich wieder bei meiner Lieblingssportart gelandet.
Kinderturnen
Mit dem Kinderturnen begann meine sportliche Karriere. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich damit begonnen habe. Meine Eltern haben mich damals Kindergarten/Grundschulzeit dorthin geschickt. Im Gedächtnis habe ich nur behalten, dass Turnen nicht der Sport ist, der mir Spaß macht und für den ich talentiert genug war. Besonders die Reck-Übungen mit Unterschwung und wie sie alle hießen, haben sich tief in meine Erinnerung eingegraben, vor allem die blauen Flecke, wenn ich mit der Hüfte gegen die Stange stieß. So schnell wie ich meine Eltern davon überzeugen konnte, habe ich damit aufgehört.
Fußball
Der Fußball war schon mehr nach meinem Geschmack. Zu meiner Zeit wurde allerdings kaum Mädchen-Fußball angeboten. Am anderen Ende der Stadt, wohin meine Eltern mich allerdings nicht mehrmals die Woche fahren wollten. Also habe ich kurzerhand bei den Jungs mitgespielt. Von der F-Jugend bis zur D-Jugend habe ich in einer reinen Jungs-Mannschaft als einziges Mädchen mitgespielt. Ab der D-Jugend war das dann leider nicht mehr erlaubt. In unserer Straße gab es einen Bolzplatz, auf dem wir Kinder uns oft getroffen haben, um Fußball zu spielen. Ich habe gerne mit den Jungs gespielt und war auch voll akzeptiert. Aber nachdem Vereinsfußball nicht mehr möglich war, blieb lange Zeit nur Bolzplatz-Fußball.
Tischtennis, Leichtathletik
Nach dem Fußball war ich auf der Suche nach einer anderen Sportart. Kurze Zeit habe ich beim Tischtennis reingeschnuppert, wollte aber gerne eine Sportart draußen machen. Dann bin ich zur Leichtathletik gewechselt. Während ich aber gerne viele verschiedene Sparten der Leichtathletik ausprobieren wollte, war das Hauptaugenmerk in diesem Verein auf das Laufen ausgelegt. Das hat mir auf die Dauer keinen Spaß gemacht.
Tennis
Unser Verein eröffnete irgendwann eine Tennis-Abteilung. Zur Zeit von Boris Becker und Steffi Graf boomte das Tennis. Und auch ich bin auf diesen Zug aufgesprungen. Mehrere Jahre habe ich Tennis gespielt, war auch relativ erfolgreich, mehrmals Vereinsmeister in meiner jeweiligen Altersklasse. Trotzdem hat es mich wieder zu einer Mannschaftssportart getrieben.
Handball
Der Freund meines Bruders hatte eine Regionalliga-Frauen-Handballmannschaft trainiert und gefragt, ob ich nicht mal in ein Trainingslager für ein Wochenende mitfahren möchte. Da ich sportbegeistert war und noch immer in der Findungsphase der „richtigen“ Sportart für mich, habe ich das dann einfach gemacht. Zwischen den ganzen „Profis“ habe ich meine ersten Schritte und Würfe im Handball gemacht. Das hat mir dann doch so viel Spaß gemacht, dass ich in meiner Heimatstadt in einen Handballverein gegangen bin. Bis zum Beginn des Studiums habe ich Handball gespielt. Dann bin ich für das Studium nach Hannover gewechselt.
Frauen-Fußball
Im Rahmen des Uni-Sportes habe ich dann neben Kanufahren auch eine Frauen-Fußball-AG ausprobiert. Diese wurde von zwei Studentinnen geleitet, die in Hannover bei der SG Limmer selbst Fußball spielten. Da war der Weg vom Uni-Sport zum Vereins-Fußball nicht mehr lang. Ich begann also wieder mit dem Fußballspielen. Und dieses Mal in einer Frauen-Mannschaft. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Solange ich im Studium war, habe ich dort Fußball gespielt. Nach dem Ende meines Studiums bin ich in eine andere Stadt gezogen, um dort zu arbeiten. Aber es dauerte nicht lange und ich habe mir dort auch eine Mannschaft gesucht. Ich hatte meinen Lieblingssport gefunden. Zur Anfertigung meiner Dissertation bin ich dann wieder nach Hannover gegangen und natürlich habe ich wieder in meiner alten Mannschaft, der SG Limmer, Fußball gespielt. Eine tolle Mannschaft, mit der ich immer noch Kontakt habe und wir uns mehr oder weniger regelmäßig treffen – und das schon fast 30 Jahre!
Doch ich bin kein Großstadt-Mensch und so zog mich die Arbeit wieder weg von Hannover. Ich habe noch einige Male in anderen Frauen-Fußballmannschaften gespielt. Aber so allmählich macht sich das Alter bemerkbar. So etwas wie die Alten-Herren-Mannschaften gibt es hier leider nicht. Ich habe dann ein paar Jahre die Minikicker im Alter von 4 bis 6 Jahren „trainiert“ und bin mittlerweile leidenschaftlicher Zuschauer. Gerne gehe ich auch ins Stadion, um Fußball live mit ganz vielen Menschen zu erleben.
Ich bin also letztendlich beim Fußball gelandet, doch ich kann mich für viele Sportarten begeistern. Events wie Olympische Spiele sind immer ein Highlight, da man dann auch mit Randsportarten in Kontakt kommt. Gymnastik oder „ruhigere“ Sportarten habe ich auch nochmal probiert, aber keine konnte mich so in den Bann ziehen wie der Fußball. Ich liebe es, nach dem Sport verschwitzt und geschafft zu sein. Bedauerlicherweise macht mein Körper die Ausübung meiner Lieblingssportart nicht mehr möglich. Jetzt bin ich auf der Suche nach einem „altersgerechten“ Sport, der mir eine ähnliche Befriedigung verschafft wie der Fußball.
Hast du eine Idee? Schreibe es gerne in die Kommentare.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
Liebe Anke,
was für eine sportliche Reise:)
Ich finde es toll, dass Du als Kind und Jugendliche so viel ausprobieren konntest. Nur so finden wir heraus, wo wir wirklich von ganzem Herzen dabei sind…und können als Erwachsene dorthin wieder zurückkehren.
Als Ruderin war ich erstaunt, wieviele trotzdem mit Rücken zu tun haben. Ich selbst irgendwann auch. Pilates ist jetzt mein Hauptsport, ich sehe es aber auch als perfekte Grundlage für die Sachen, die wir aus Spaß und Begeisterung machen wollen. Auch ein vermeintlich altersgerechter 🙂 Sport – wie z.B. Pilates – wird in der Intensität deutlich gesteigert, wenn die Basis stimmt.
Liebe Grüße
Dana
Liebe Dana!
Danke für deinen Kommentar! Ich bin nach wie vor auf der Suche nach Ersatz für den Fußball. Vielleicht sollte ich doch mal Pilates probieren. Leider wird das hier im Ort nicht angeboten. Mal sehen, wohin die Suche mich führt.
Liebe Grüße
Anke