Mehrere schwarz-weiße Kühe sind in einem schwach beleuchteten Stall aufgereiht und fressen aus einem Trog mit Futter. Vom Futter steigt Dampf oder Nebel auf, und aus dem Hintergrund dringt Sonnenlicht ein.

Typische Erkrankungen bei Milchkühen

Erkrankungen bei Milchkühen treten besonders häufig in der Zeit um die Kalbung auf – wenn der Stoffwechsel auf Hochtouren läuft, das Hormonsystem in Umstellung ist und das Immunsystem zusätzlich gefordert wird. Viele Krankheitsbilder hängen in dieser Phase eng zusammen und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken.

In dieser Übersicht werden die häufigsten Erkrankungen bei Milchkühen dargestellt – geordnet nach Organbereichen und praxisrelevant erklärt. Typische Symptome, mögliche Ursachen, Zusammenhänge mit anderen Krankheiten und Hinweise zu Behandlung und Vorbeugung helfen dabei, Krankheitsverläufe besser einzuordnen.

Hinweis: Zu jedem Abschnitt steht außerdem ein kompaktes PDF mit den wichtigsten Informationen als Zusammenfassung zum Download bereit – ideal zum Nachschlagen oder Ausdrucken für den Stall.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • In diesem Artikel stelle ich typische Erkrankungen bei Milchkühen vor und erkläre kurz und verständlich, woran man sie erkennt und was im Alltag wichtig ist.
  • ✅ Überblick über typische Erkrankungen bei Milchkühen
  • Erkennen von Symptomen im Stallalltag
  • ✅ kurze Einordnung der Ursachen
  • ✅ Hinweise, wann Handlungsbedarf besteht
  • ✅ weiterführende PDFs mit den wichtigsten Grundlagen zu jeder Erkrankung

Milchfieber – Kalziummangel nach dem Abkalben

Milchfieber, auch Hypokalzämie, ist eine Stoffwechselstörung, die typischerweise in den ersten Stunden bis wenigen Tagen nach dem Abkalben auftritt. Sie entsteht durch einen akuten Kalziummangel im Blut, weil mit dem Einsetzen der Milchproduktion plötzlich sehr viel Kalzium in die Milch übergeht – schneller, als der Körper es aus dem Futter oder den Knochen bereitstellen kann.

Kühe mit Milchfieber wirken matt, instabil oder festliegend, haben oft einen kühlen Körper (v. a. Ohren und Beine), eine verlangsamte Verdauung (Pansen- und Kotaktivität nehmen ab) und zeigen eingeschränktes Bewusstsein bis hin zur Seitenlage.

Ohne Behandlung kann Milchfieber tödlich verlaufen – mit rechtzeitiger Therapie ist die Prognose jedoch meist gut. Behandelt wird mit einer langsamen Kalzium-Infusion, oft kombiniert mit weiteren Infusionen zur Stabilisierung des Kreislaufs. Wichtig ist eine engmaschige Beobachtung, da Rückfälle möglich sind.

Vorbeugung ist ein zentraler Punkt im Herdenmanagement – z. B. durch:

  • gezielte Trockenstehfütterung (z. B. DCAB-Konzept)
  • ausreichend Magnesium in der Ration, um die Kalziummobilisierung aus dem Knochen zu ermöglichen
  • ausgewogene Phosphorversorgung, besonders in der Transitphase, um Energiestoffwechsel und Muskelfunktion zu unterstützen
  • orale Kalziumgaben direkt vor oder nach dem Kalben bei Risikokühen

Achtung: In einigen Fällen kommt es zusätzlich zu einem Phosphormangel, z. B. bei hoher Milchleistung oder nach Kalzium-Infusionen. Die Kuh liegt dann weiterhin fest, obwohl der Kalziumspiegel bereits ausgeglichen ist. In solchen Fällen ist die gezielte Gabe von Phosphor erforderlich – z. B. über eine Kombi-Infusion oder oral.

Auch Stress und Bewegungsmangel können die Aufnahme und Verwertung von Kalzium beeinflussen.

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Nachgeburtsverhaltung

Normalerweise wird die Nachgeburt innerhalb von sechs bis acht Stunden nach dem Kalben abgestoßen. Wenn das nicht passiert, spricht man von einer Nachgeburtsverhaltung. Sie gehört zu den häufigsten Komplikationen in der Frischlaktation.

Ursachen können vielfältig sein: eine Schwergeburt, ein Nährstoffmangel (z. B. Selen oder Vitamin E), Stress, Kalziummangel oder Infektionen. Auch eine zu hohe Körperkondition oder Stoffwechselstörungen wie Ketose erhöhen das Risiko.

Oft ist das einzige sichtbare Zeichen: ein manchmal übel riechender Nachgeburtsrest, der noch aus der Scheide hängt. In vielen Fällen bleibt die Kuh zunächst unauffällig – die eigentlichen Probleme treten häufig erst später auf, wenn sich Krankheitserreger in der Gebärmutter vermehren: Gebärmutterentzündungen (Metritis), Fruchtbarkeitsstörungen oder Allgemeinerkrankungen können die Folge sein.

Das Abnehmen der Nachgeburt kann sinnvoll sein, sollte aber nur vorsichtig und von fachkundiger Hand durchgeführt werden. Unkontrolliertes Ziehen kann zu schweren Verletzungen und Blutungen führen. In vielen Fällen kommen unterstützende Maßnahmen zum Einsatz – z. B. Infusionen oder orale Verabreichung von Calcium, Entzündungshemmer und/oder Antibiotika oder Gebärmutterbehandlungen. Diese können die Rückbildung der Gebärmutter und die Abstoßung der Nachgeburt fördern und Infektionen vorbeugen.

Eine gute Hygiene im Abkalbebereich, gezielte Nährstoffversorgung und die Beobachtung frisch abgekalbter Kühe helfen, das Risiko einer Nachgeburtsverhaltung deutlich zu reduzieren.

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Metritis – Gebärmutterentzündung

Die Metritis ist eine Entzündung der Gebärmutter, die vorwiegend in den Tagen und Wochen nach dem Abkalben auftritt. Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen in der Frischlaktation und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein – von kaum sichtbaren Veränderungen bis zu deutlichen Krankheitssymptomen.

Verursacht wird sie meist durch Bakterien, die unter der Geburt oder direkt danach in die Gebärmutter gelangen. Begünstigt wird dies durch Faktoren wie einen verzögerten oder unvollständigen Abgang der Nachgeburt, unsaubere Abkalbeverhältnisse, eine Schwergeburt oder ein geschwächtes Immunsystem.

Typische Anzeichen sind übel riechender, bräunlicher oder wässriger Ausfluss aus der Scheide, ein schlechter Allgemeinzustand und oft auch Fieber. Manche Kühe zeigen Fressunlust, reduzierten Milchfluss oder wirken insgesamt abgeschlagen. Je nach Schwere der Entzündung kann die Behandlung unterschiedlich ausfallen – meist werden Antibiotika, Entzündungshemmer und unterstützende Maßnahmen eingesetzt.

Auch vorbeugende Maßnahmen rund um die Kalbung, Hygiene im Abkalbebereich und das richtige Management der Nachgeburtsphase spielen eine zentrale Rolle, um Metritis zu vermeiden.

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Ketose – Energiemangel nach dem Abkalben

Ketose ist eine Stoffwechselstörung, die vorwiegend in den ersten Wochen nach dem Abkalben auftritt. In dieser Phase produziert die Kuh viel Milch, nimmt aber oft noch nicht genug Energie über das Futter auf. Um den Energiebedarf trotzdem zu decken, baut der Körper Fettreserven ab. Dabei entstehen sogenannte Ketonkörper, die sich im Blut anreichern können – mit teils erheblichen Auswirkungen.

Typische Symptome sind: Appetitverlust, besonders bei Kraftfutter, Rückgang der Milchleistung, ein träge wirkendes Verhalten und manchmal ein typischer Acetongeruch aus dem Maul (ähnlich Nagellack). Die Erkrankung kann schleichend verlaufen oder deutliche Allgemeinsymptome verursachen – bis hin zu Festliegen oder Folgeerkrankungen wie Labmagenverlagerung oder Fruchtbarkeitsproblemen.

Die Diagnose kann durch einen Blut-, Milch- oder Harn-Test auf Ketonkörper erfolgen. In der Praxis wird Ketose oft anhand der Symptome und der Phase nach der Kalbung eingeschätzt.

Zur Behandlung kommen je nach Ausprägung Propylenglykol (oral) oder bei stärkeren Fällen auch Infusionen mit Glukose zum Einsatz. Wichtig ist außerdem eine Fütterungsoptimierung, um die Energieaufnahme zu verbessern.

Vorbeugung beginnt bereits in der Trockenstehzeit – z. B. durch Kontrolle der Körperkondition (nicht zu fett!), ausreichende Energieversorgung und ein durchdachtes Fütterungsmanagement in der Transitphase.

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Labmagenverlagerung

Die Labmagenverlagerung gehört zu den Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen bei Milchkühen und tritt vor allem in den ersten Wochen nach dem Abkalben auf. In dieser Zeit ist der Verdauungstrakt besonders anfällig, weil sich Futteraufnahme, Pansenfüllung und Bewegung des Labmagens schnell verändern.

Normalerweise liegt der Labmagen rechts unten im Bauchraum. Wenn er sich mit Gas füllt und nicht mehr richtig bewegt wird, kann er sich nach links (meistens) oder seltener nach rechts verlagern. In beiden Fällen ist die Verdauung gestört – und es kommt zu einem schleichenden oder akuten Krankheitsbild.

Typische Anzeichen sind:

  • Verminderte Futteraufnahme (v. a. Kraftfutter wird gemieden)
  • Rückgang der Milchleistung
  • Vermehrtes Liegen, oft mit leicht gewölbtem Rücken
  • Reduzierte Kot- und Pansentätigkeit
  • Bei Auskultation: ein hohles „Ping“-Geräusch auf der linken Seite (bei LDA)

Eine Labmagenverlagerung muss in der Regel tierärztlich behandelt werden. Es gibt verschiedene Verfahren: vom Umdrehen der Kuh mit Fixation über endoskopische Fixierung bis hin zur chirurgischen Operation. Je früher die Verlagerung erkannt wird, desto besser ist die Prognose. Im fortgeschrittenen Zustand können Kreislaufschwäche, Festliegen oder sogar der Tod eintreten – insbesondere bei einer rechtsseitigen Verlagerung mit Drehung (Torsion).

Vorbeugung ist möglich, z. B. durch gezielte Fütterung nach dem Abkalben, gute Pansenfüllung, kontrollierte Energieversorgung und ein stressarmes Übergangsmanagement. Außerdem ist es sinnvoll, andere Erkrankungen wie Nachgeburtsverhaltung, Gebärmutterentzündungen oder Ketose zu vermeiden, da sie das Risiko einer Labmagenverlagerung zusätzlich erhöhen.

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Eine Person hält eine Nadel an eine Kuh.
endoskopische Labmagen-OP

Pansenazidose

Die Pansenazidose ist eine Störung des mikrobiellen Gleichgewichts im Pansen, bei der der pH-Wert zu stark absinkt. Sie tritt meist nach einer zu schnellen Aufnahme großer Mengen leicht verdaulicher Kohlenhydrate (z. B. aus Kraftfutter oder energiereichen Silagen) auf – besonders bei Fütterungsumstellungen, Futterabrissen oder ungenügender Strukturwirksamkeit in der Ration.

Man unterscheidet:

  • Akute Azidose, mit deutlichen Symptomen wie Fressunlust, Durchfall, Bauchschmerzen, Klauenrehe, Festliegen
  • Subakute Pansenazidose (SARA), die schleichend verläuft und oft lange unbemerkt bleibt: reduzierte Leistung, wechselnde Kotkonsistenz, Wiederkauprobleme, Lahmheiten und Fruchtbarkeitsstörungen sind mögliche Hinweise

Die Pansenazidose hat Auswirkungen auf das gesamte Tier – sie stört die Verdauung, schwächt das Immunsystem und begünstigt Folgekrankheiten wie Klauenprobleme, Leberschäden oder Reproduktionsstörungen.

Behandelt wird je nach Schweregrad, z. B. mit Pufferlösungen, Flüssigkeitstherapie. Vor allem aber geht es um langfristige Anpassung der Fütterung: Strukturreiche, ausgeglichene Rationen, langsame Umstellungen, unbegrenzter und stressfreier Zugang zu schmackhaftem Futter, regelmäßige Pansenkontrolle und gutes Übergangsmanagement helfen, Azidose zu vermeiden.

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Eine schwarz-weiße Kuh steht in einem Pferch, auf dessen Seite in der Nähe des Rippenbereichs ein rotes Dreieck gezeichnet ist. Im Hintergrund sind Metallstangen und Stroh auf dem Boden zu sehen.
„Hungergrube“: hier kann der Füllungszustand des Pansens überprüft werden

Mastitis – Euterentzündung

Mastitis ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Milchkühen und zugleich eine der wirtschaftlich relevantesten. Es handelt sich um eine Entzündung des Euters, die durch Bakterien, seltener auch durch Hefen oder physikalische Reize ausgelöst wird. Die Erreger dringen meist über den Strichkanal in das Euter ein – häufig begünstigt durch feuchte Liegeflächen, mangelnde Melkhygiene oder Verletzungen der Zitze.

Die Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein: In leichten Fällen zeigt sich nur eine erhöhte Zellzahl oder eine leichte Veränderung der Milch. In schwereren Fällen ist das betroffene Euterviertel geschwollen, heiß und schmerzhaft. Die Milch kann klumpig, wässrig, blutig oder verfärbt sein. Allgemeinsymptome wie Fieber, Fressunlust oder ein reduziertes Allgemeinbefinden können hinzukommen.

Bei besonders schweren Euterentzündungen kann es sogar dazu kommen, dass die Kuh festliegt – das ist ein tiermedizinischer Notfall.

Eine schnelle und gezielte Behandlung ist wichtig – je nach Fall mit Antibiotika, Entzündungshemmern oder unterstützenden Maßnahmen. Zusätzlich spielen Hygienemaßnahmen und das Management beim Melken eine entscheidende Rolle in der Vorbeugung.

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Nahaufnahme des Euters einer Kuh, die gemolken wird, mit einem Milchstrahl, der aus einer Zitze spritzt. Im Hintergrund sieht man eine geflieste Wand und Metallgitter, die typisch für einen Melkplatz sind.

Klauenerkrankungen und Lahmheiten

Klauenerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in der Milchviehhaltung. Sie führen nicht nur zu Lahmheit und Schmerzen, sondern haben oft weitreichende Auswirkungen auf die Futteraufnahme, Milchleistung, Fruchtbarkeit und das Verhalten der Kuh im Alltag. Eine gute Klauengesundheit ist deshalb ein zentrales Ziel im Herdenmanagement.

Zu den häufigsten Erkrankungen zählen:

  • Dermatitis digitalis (Mortellaro) – bakterielle Entzündung der Klauenhaut, meist am Ballen oder im Zwischenklauenspalt
  • Sohlengeschwüre – schmerzhafte offene Stellen durch Druckbelastung
  • Defekte der weißen Linie – Risse und Blutungen durch Fehlbelastung oder unebene Böden
  • Ballenfäule – feuchte, matschige Klauen mit fauligem Geruch
  • Zwischenklauenentzündungen – Schwellungen und Schmerzen im Zwischenklauenspalt

Die Ursachen sind vielschichtig: schlechte Stallhygiene, nasse Laufbereiche, harte Böden, fehlende oder unsachgemäße Klauenpflege, Stoffwechselstörungen oder Fütterungsprobleme spielen zusammen. Viele dieser Faktoren wirken dauerhaft, wenn sie nicht gezielt bearbeitet werden – weshalb regelmäßige Kontrolle und Vorbeugung entscheidend sind.

Ein aufmerksamer Umgang mit Lahmheiten, die Beobachtung des Kuhverhaltens und gezielte Maßnahmen wie funktionelle Klauenpflege, trockene Laufflächen und ausgewogene Fütterung können das Risiko deutlich reduzieren.

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Eine Nahaufnahme einer Klaue mit Wunden im Zwischenklauenspalt
Wunde im Zwischenklauenspalt

Zysten – Zyklusstörung am Eierstock

Zysten sind hormonelle Störungen im Eierstock, bei denen sich ein Follikel oder Gelbkörper nicht normal zurückbildet, sondern übermäßig groß wird und bestehen bleibt. Man unterscheidet funktionell zwischen Follikelzysten (nicht gesprungene Eibläschen) und Gelbkörperzysten, aber in der Praxis wird meist der Sammelbegriff „Zysten“ verwendet.

Zysten entstehen oft in stressreichen Phasen, z. B. nach dem Abkalben, bei Stoffwechselproblemen (Ketose, Leberbelastung), Fütterungsfehlern oder schlechtem Energiestatus. Auch ein unzureichender Hormonwechsel kann eine Rolle spielen.

Typisch: Die Kuh zeigt keinen normalen Zyklus, d. h., sie wird nicht brünstig – oder sie zeigt Dauerbrunst, ohne tragend zu werden. Die Diagnose erfolgt meist per rektaler Untersuchung oder Ultraschall – durch die Tierärztin, den Tierarzt oder eine:n Besamungstechniker:in im Rahmen der Fruchtbarkeitskontrolle.

Zysten verlaufen oft symptomlos, bleiben dadurch lange unentdeckt und sind eine häufige Ursache für Fruchtbarkeitsprobleme im Betrieb.

Je nach Typ, Alter und Zyklusphase wird eine gezielte Hormonbehandlung eingesetzt. Follikelzysten können unter bestimmten Voraussetzungen punktiert werden, während das manuelle Abdrücken heute meist nicht mehr empfohlen wird – es birgt die Gefahr von Gewebeschäden und Blutungen.

Auch hier spielen Fütterungs- und Stoffwechselmanagement eine zentrale Rolle in der Vorbeugung.

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Zwei schwarz-weiße Kühe stehen in einem Stall, wobei eine Kuh die andere besteigt - ein übliches Verhalten, das häufig überwacht wird, um Erkrankungen bei Milchkühen zu verhindern. Andere Kühe ruhen in eingezäunten Gehegen unter großen Deckenventilatoren.
brünstige Kühe

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Dr. Anke Cras

Über mich: Ich bin Tierärztin und Landwirtin aus Leidenschaft. Mit meiner Familie lebe ich auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim. Seit über 20 Jahren arbeite ich täglich mit Kühen, Kälbern, Grünland und allem, was zur modernen Tierhaltung dazugehört. 

In meinem Blog teile ich Wissen aus der landwirtschaftlichen und tierärztlichen Praxis – verständlich erklärt, mit einem Blick über den Tellerrand. Mir ist es wichtig, dass nicht nur Fachleute, sondern auch Verbraucher:innen und Interessierte nachvollziehen können, wie Landwirtschaft bei uns betrieben wird.

Mehr über mich erfährst du hier.

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Eine Person, die eine Brille und eine blaue Jacke trägt, steht in einem Stall und hält den Kopf einer schwarz-weißen Kuh an ihre Brust. Im Hintergrund sind Heu und Metallboxen zu sehen.

Wer schreibt hier?

Hallo, ich bin Anke und lebe mit meiner Familie auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim.
Ich bin Tierärztin und kümmere mich um die Gesundheit unserer Tiere – vom Kalb bis zur Kuh.
Auf meinem Blog schreibe ich über Landwirtschaft, Tierwohl, Rinderwissen, aktuelle Themen und Persönliches aus dem Hofalltag.

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