Eine neue Blogparade von Anna Koschinski hat mich zu diesem Blogartikel inspiriert. Gaby Kremeskötter hat bereits im letzten Jahr im Rahmen ihrer Blogparade ein ähnliches Thema behandelt. Hier hatte ich es leider nicht geschafft, zu dem Thema „Warum ich schreibe“ teilzunehmen. Deswegen nutze ich nun die Gelegenheit, im Rahmen dieser Blogparade meine Gedanken dazu schriftlich festzuhalten.
Wie habe ich angefangen zu schreiben?
Der Gedanke über eine Website mit eigenen Beiträgen schwirrte mir schon Jahre im Kopf. Endlich eine Plattform zu schaffen, in der ich meine Gedanken teilen kann. Allerdings bin ich lange nicht ins Tun gekommen. Bis ich von einer Freundin von Judith Peters gehört hatte. Als sie eine ihrer Challenges ausrichtete, war ich begeisterter Zuhörer/Zuschauer. Doch ohne eigene Website konnte ich keinen eigenen Beitrag veröffentlichen. So habe ich das Erlebnis des gemeinsamen zeitgleichen Veröffentlichens nur halb miterleben können. Das sollte sich ab dem Zeitpunkt ändern. Ich habe mir ein Internet-Tutorial zum Erstellen einer Website gesucht und bin bei Tim Wessels fündig geworden. Mit seiner YouTube-Anleitung habe ich mir meine eigene Website gebaut. Diese musste jetzt aber auch mit Inhalt gefüllt werden. Dabei habe ich auf Judiths Expertise und ihren Elan zurückgegriffen und an weiteren Challenges von ihr teilgenommen. Im Mai 2023 habe ich dann meinen ersten Blogartikel veröffentlicht. Seit Mitte Dezember bin ich nun Mitglied in der The Content Society (TCS) von Judith und erfreue mich an der großen Community, der schnellen Hilfe bei Problemen, der Inspiration und den vielen interessanten Menschen mit ihren verschiedenen Themen.
Warum habe ich angefangen zu schreiben?
Ich bin von Beruf Tierärztin mit Schwerpunkt Rinder und mit einem Landwirt verheiratet. Meine Welt dreht sich also im Moment sehr um das Thema Landwirtschaft und Milchviehhaltung. In den Medien und auch im Kontakt mit Leuten fällt mir immer wieder auf, welche Meinungen vorherrschen. Die Landwirte fühlen sich von der Politik und der Gesellschaft unverstanden; die Politik und die Verbraucher haben Anforderungen und bestimmte Vorstellungen von der Lebensmittelproduktion. Die Kluft zwischen diesen beiden Gruppen wird nach meinem Empfinden immer größer. Ebenso das Verständnis füreinander. Das ganze Dilemma zeigte sich jetzt bei den Bauernprotesten Anfang des Jahres. Hierüber habe ich auch einen Artikel verfasst, den du hier findest. Oft wissen die Parteien nicht genug übereinander, verlassen sich auf die Berichterstattung der Presse, die nicht immer neutral zu sein scheint.
Aus dieser zunehmenden Unwissenheit übereinander und dem mangelnden Dialog miteinander entspringt meine Intention zu schreiben. Ich möchte mithilfe meiner Blogartikel erklären und in den Dialog treten. Denn „die Bauern“ sind nicht so stur, wie sie oft dargestellt werden, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeiten durchaus zu Veränderung bereit. Man darf dabei allerdings nicht vergessen, dass sie mit der Produktion von Lebensmitteln ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen und müssen. Meiner Meinung nach kann die Politik und „der Verbraucher“ nicht immer nur fordern, sondern müssen auch etwas für die erbrachten Leistungen zurückgeben.
Aber ich schweife schon wieder ab. Es gibt noch viele Themen für Artikel. Zurzeit versuche ich erst einmal grundlegende Dinge der Landwirtschaft zu erklären. Aus Anlass der Bauernproteste gibt es auch Artikel mit aktuellem Bezug. Ich freue mich über Diskussionsanregungen oder Themenvorschläge.
Was gibt es in Zukunft zu schreiben?
Neben meinen Blogartikeln habe ich begonnen, ein Buch zu schreiben. Auch hier bin ich in Judiths TCS bestens aufgehoben. Es hat sich eine Gruppe formiert, die auch das Projekt „Buch“ verfolgt. Hier sind absolute Anfänger – wie ich – und erfahrene Autoren vereint. Somit kann ich sehr von dieser Community profitieren. Ich hätte dieses Projekt auch sonst wohl noch nicht begonnen. In meinem Buch möchte ich das Leben einer Kuh beschreiben, von der Geburt bis zu ihrem Ende.
Ich habe mit meinen beiden Söhnen, als sie klein waren, oft Bilderbücher oder Kinderbücher über Landwirtschaft angeschaut bzw. vorgelesen. Regelmäßig habe ich mich über die Darstellung der Landwirtschaft und das Frauenbild darin aufgeregt. So entstand schon früh der Gedanke, dass ich gerne eine eigene Darstellung veröffentlichen würde. Aber ich hatte überhaupt keine Vorstellung, wie man das angeht. Jetzt habe ich nach netter Motivation in der „Blog dein Buch“ – Gruppe einfach angefangen. Erst einmal muss ja der Text zum Buch entstehen. In dieser Gruppe treffen wir uns ein- bis zweimal die Woche, um zusammen zu schreiben und uns auszutauschen. Das ist sehr hilfreich und motiviert mich, dranzubleiben. Denn die erste Euphorie löst sich irgendwann in Luft aus und das Schreiben wird zur „Arbeit“. Allerdings eine Arbeit, die einem Spaß macht. Trotzdem ist es für mich wichtig, durch diese festen Termine immer wieder daran erinnert zu werden und bei längerer Abwesenheit ein kleines schlechtes Gewissen zu bekommen. Die Teilnahme an der Gruppe bzw. den wöchentlichen Treffen ist natürlich kein Muss, sondern nur ein Angebot!
Ein weiteres Thema in der TCS in diesem Monat ist der Newsletter. Wieder mal ein Anstupser, auch dieses Thema anzugehen. Ich werde also im April mit dem Verschicken eines Newsletters beginnen – wenn es denn Interessenten an meinem Newsletter gibt. Ein weiters Schreibprojekt. Hier kann ich dann von aktuellen Begebenheiten auf unserem Hof und meinen anderen Leidenschaften berichten. Darauf freue ich mich schon.
Fazit
Ich habe das Schreiben für mich entdeckt. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich schriftlich mitzuteilen. Das liegt mir persönlich viel mehr. Ich kann in Ruhe darüber nachdenken, was ich schreibe, wie ich schreibe – das macht mir sehr viel Spaß. Wenn ich einen Text beginne, weiß ich oft gar nicht genau, was ich schreiben soll. Wenn ich dann einfach mit dem ersten Satz beginne, kommt es oft wie von selbst. Ich gerate in einen Flow und vergesse die Zeit, bis mich irgendjemand an meine anderen Pflichten erinnert. Und wenn es dann auch noch Menschen gibt, die das lesen möchten, erzeugt das ein Hochgefühl in mir. Auf meiner Website bleiben meine Texte erhalten und sind für jedermann schnell verfügbar. Das Buch wird irgendwann die kommende Generation etwas realistischer über einen Teil der Landwirtschaft aufklären und in meinem Newsletter kann ich interessierten Menschen mein aktuelles Leben näher bringen.
Es gibt also in Zukunft weiterhin viel zu schreiben für mich.
Schreibst du auch? Und über was? Schreib es gerne in die Kommentare.

Liebe Anke, das war ein sehr interessanter Artikel. Die Frage, ob Laktoseintoleranz heute häufiger ist, habe ich mir auch schon…