Monatsrückblick Mai 2025

Mein Buch ist fertig!

Endlich habe ich es geschafft – na ja, zumindest ein großes Stück des Weges. Ganz ehrlich: Zu sagen, das Buch ist fertig, wäre maßlos übertrieben. Aber: Der Text ist fertig! Und das ist ein echter Meilenstein für mich.

Ich bin ziemlich zufrieden damit, auch wenn ich überhaupt nicht einschätzen kann, ob es wirklich „gut genug“ ist. Zum Glück kenne ich mit Kerstin Salvador eine Lektorin, die sowohl Sachbücher als auch Kinderbücher lektoriert – also genau mein Fall! Ich habe ihr den Text geschickt und bin jetzt wahnsinnig gespannt auf ihr Urteil.

Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Ich habe ein Buch über das Leben einer Kuh geschrieben – vom ersten Atemzug bis zur Milchkuh. Kindgerecht erzählt, mit vielen Zusatzinfos zum Alltag auf dem Hof. Mein großer Wunsch? Dass es irgendwann veröffentlicht wird. Ob das klappt? Mal sehen – aber der erste Schritt ist gemacht.

Die Idee zu diesem Buch habe ich schon vor Jahren geboren – damals, als meine Jungs noch klein waren und wir gemeinsam Bauernhofbücher angeschaut haben. Und ehrlich: Ich habe mich oft über die unrealistische Darstellung gewundert (oder geärgert). Da war für mich klar: Ich will ein eigenes Buch schreiben, eines, das näher an der Realität ist – und trotzdem kindgerecht.

Es hat gedauert. Sehr lange sogar. Ohne die Community der TCS – besonders die Gruppe Blog dein Buch – wäre es wohl weiterhin nur eine Idee geblieben. Dort treffen sich erfahrene Autorinnen genauso wie Anfängerinnen wie ich. Die gegenseitige Unterstützung, der ehrliche Austausch und der Mutmacher-Spirit haben mir den nötigen Schubs gegeben. Danke dafür!

Die „vorläufige“ Einleitung

Der erste Schnitt ist drin!

Die Silosaison ist offiziell eröffnet – und wenn alles läuft wie geplant, wird sie uns bis Oktober begleiten. Los ging’s wie jedes Jahr mit dem ersten Grasschnitt.

Im Mai dreht sich auf dem Betrieb vieles um den ersten Schnitt – eine arbeitsintensive, aber auch befriedigende Zeit. Da dieser oft mit der Setzzeit der Rehe zusammenfällt, sprechen wir vorab mit den hiesigen Jägern. Am frühen Morgen vor dem Mähen fliegen sie die Wiesen mit Drohnen und Wärmebildkameras ab, um Rehkitze im hohen Gras aufzuspüren. Vielen Dank für euren Einsatz! Die kleinen Tiere werden vorsichtig in Sicherheit gebracht – ohne sie zu berühren, denn menschlicher Geruch kann dazu führen, dass die Muttertiere sie nicht mehr annehmen. Nach der Mahd dürfen die Kitze wieder zurück in die Freiheit. So verbinden wir effizientes Arbeiten mit Rücksicht auf die Natur – was nicht immer einfach, aber uns sehr wichtig ist.

Rehkitz in einer grünen Kiste mit etwas Gras darin.
kleines Rehkitz in einer Kiste, in der sie die Zeit des Mähens gesichert ausharren können.

Wir mähen unser Gras bewusst eher spät. Warum? Weil wir so mehr Rohfaser im Silofutter haben – und das ist gut für unsere Kühe. Ich bin überzeugt: Wer beim Futter auf Struktur achtet, bekommt es in Form von stabiler Verdauung und gesundem Stoffwechsel doppelt zurück.

Bei der Grasernte läuft bei uns alles wie ein gut eingespieltes Uhrwerk – meistens zumindest. Mähen, Schwaden, Häckseln, Walzen, Plane drüberziehen: Jeder Handgriff sitzt, jeder weiß, was zu tun ist. Mit der Unterstützung unseres Lohnunternehmers und seinem eingespielten Team klappt das reibungslos.

Während draußen die Trecker ihre Runden drehen, übernehme ich an solchen Tagen den Part hinter den Kulissen: Stallroutine und Verpflegung für alle. Mit Kaffee, Brötchen und ein bisschen Organisation läuft der Laden auch abseits vom Feld rund.

Zum Glück fällt das Melken inzwischen weg – das übernehmen unsere Melkroboter. Und das macht den Tag für mich deutlich entspannter als früher. So bleibt zwischendurch sogar mal Zeit, kurz durchzuatmen …

Solche Tage sind zwar lang und körperlich fordernd, aber auch richtig schön – vor allem, wenn abends die Plane über dem Silo liegt und man weiß: Diese Grasernte war ein Volltreffer.

Jetzt geht’s im Sechs-Wochen-Rhythmus weiter – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Der Regen der letzten Tage hat dem Gras richtig gutgetan, es steht schon wieder in den Startlöchern. Auch die Kartoffeln und der Mais machen bisher einen ordentlichen Eindruck.

Wenn jetzt noch das Wetter mitspielt – warme, sonnige Phasen im Wechsel mit ein bisschen Regen – dann wären die Bedingungen fast zu schön, um wahr zu sein. Aber träumen darf man ja.

Ein Grashäcksler und ein Trecker mit Silowagen nebeneinander bei der Arbeit
Der Grashäcksler bei der Arbeit

KI Workshop mit Judith

In diesem Monat gab es gleich zwei interessante Workshops. Zum einen der KI-Workshop von Judith Peters.

Am 7. Mai hat Judith Peters ihren ABC-Workshop mit dem Titel „Algo, Blog & Content“ veranstaltet – und ich war dabei. Im Mittelpunkt stand die Frage: „Frisst ChatGPT unsere Blogs auf?“ Ein Thema, das uns alle beschäftigt, die regelmäßig Inhalte veröffentlichen – gerade in Zeiten, in denen KI-Tools wie ChatGPT immer präsenter werden.

Judith hat in gewohnt klarer und inspirierender Art gezeigt, dass Künstliche Intelligenz nicht das Ende des Bloggens bedeutet – sondern eine Chance sein kann. KI soll ein Werkzeug sein, kein Ersatz. Die persönliche Stimme, die eigene Erfahrung und Authentizität bleiben das Herzstück jedes guten Blogs. Das kann und wird kein Algorithmus übernehmen.

Sie ermutigte dazu, sich mit KI vertraut zu machen, sie bewusst einzusetzen – aber dabei die kreative Kontrolle zu behalten. Wer KI klug nutzt, kann Zeit sparen und Ideen schneller auf den Punkt bringen, ohne sich selbst zu verlieren. Der Mensch bleibt der Kopf, die KI nur die Assistenz.

Ein spannender Teil des Workshops war auch der Ausblick auf die kommenden Jahre: Wie sich Content-Erstellung verändert, wie wir mit SEO, Algorithmen und Sichtbarkeit umgehen können – und warum echte Geschichten und authentische Inhalte auch 2025 und darüber hinaus gefragt bleiben.

Für mich war der Workshop eine echte Inspiration – motivierend, aufrüttelnd und mit vielen Aha-Momenten.

Sketchnotes-Workshop mit Simone

Im Mai habe ich zum zweiten Mal an einem Sketchnote-Workshop mit Simone Abelmann teilgenommen – dieses Mal online im Rahmen der TCS. Simone ist Sketchnote-Trainerin mit Herz und Humor und steht für das Motto: „Unperfekt ist perfekt“. Und genau das lebt sie auch in ihren Workshops.

Mit viel Witz und Leichtigkeit hat sie uns gezeigt, wie man mit simplen Formen – Kreise, Rechtecke, Dreiecke – Schritt für Schritt kleine Figuren, Tiere und Symbole zeichnen kann. Keine Kunstakademie nötig, kein Perfektionismus erlaubt. Einfach loslegen!

Ich fand das eine richtig tolle Inspiration, mich endlich mal an Sketchnotes heranzuwagen. Der Satz „Ich kann nicht zeichnen“ – den kann ich ab jetzt getrost streichen. Es ist tatsächlich einfacher, als ich dachte. Und vor allem: Es macht richtig Spaß!

Mittlerweile zeichne ich einfach mal so vor mich hin – beim Telefonieren, Nachdenken oder Planen. Klar, ein bisschen Übung gehört dazu, aber wie so oft gilt: Übung macht den Meister. Und mit Simone Abelmanns Ermutigung im Hinterkopf fühlt sich der Einstieg gar nicht schwer an.

Blogparaden-Zeit!

In diesem Jahr findet die Blogparaden-Saison etwas früher statt – und zwar von Mitte Mai bis zum 22. Juni. Auch ich bin wieder mit dabei und veranstalte meine eigene Blogparade.

Nachdem mein letztjähriges Thema „Landwirtschaft in der Zukunft“ eher verhaltene Resonanz bekommen hat, habe ich mir diesmal ein Thema überlegt, das mehr Menschen anspricht – egal ob aus der Landwirtschaft, dem Tierbereich oder einfach aus dem ganz normalen Alltag:

„Unvergessliche Tiermomente“

Ob lustig, rührend, verrückt oder tief berührend – Tiere schreiben einfach die besten Geschichten. Und genau solche Geschichten möchte ich mit dieser Blogparade sammeln.

Wenn du Lust hast mitzumachen, findest du hier alle Infos zur Teilnahme. Ich freue mich auf viele Beiträge, in denen Tiere die Hauptrolle spielen – von Kuh bis Kaninchen, vom Hofhund bis zum Urlaubslama!

Meinen eigenen Beitrag findest du übrigens hier. Ich konnte (und wollte) mich nicht auf einen Tiermoment festlegen – es gibt einfach zu viele, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Deshalb habe ich gleich mehrere besondere, lustige oder berührende Erlebnisse gesammelt, die ich mit Tieren verbinde.

Was ich im Mai 2025 gebloggt habe

Ausblick auf den Juni 2025

  • Kurzurlaub in Ostfriesland
  • Rede zum Schulabschluss
  • Open Air in Lingen zum Stadtfest

Wie lief dein Mai? Schreibe es gerne in den Kommentar.

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Dr. Anke Cras

Über mich: Ich bin Tierärztin und Landwirtin aus Leidenschaft. Mit meiner Familie lebe ich auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim. Seit über 20 Jahren arbeite ich täglich mit Kühen, Kälbern, Grünland und allem, was zur modernen Tierhaltung dazugehört. 

In meinem Blog teile ich Wissen aus der landwirtschaftlichen und tierärztlichen Praxis – verständlich erklärt, mit einem Blick über den Tellerrand. Mir ist es wichtig, dass nicht nur Fachleute, sondern auch Verbraucher:innen und Interessierte nachvollziehen können, wie Landwirtschaft bei uns betrieben wird.

Mehr über mich erfährst du hier.

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Eine Person, die eine Brille und eine blaue Jacke trägt, steht in einem Stall und hält den Kopf einer schwarz-weißen Kuh an ihre Brust. Im Hintergrund sind Heu und Metallboxen zu sehen.

Wer schreibt hier?

Hallo, ich bin Anke und lebe mit meiner Familie auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim.
Ich bin Tierärztin und kümmere mich um die Gesundheit unserer Tiere – vom Kalb bis zur Kuh.
Auf meinem Blog schreibe ich über Landwirtschaft, Tierwohl, Rinderwissen, aktuelle Themen und Persönliches aus dem Hofalltag.

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