Der Juni hatte’s in sich: Zwischen Kuhstall, Klassenzimmer und Konzertbühne war bei uns ganz schön was los – und das in nur vier Wochen!
Wir haben Open-Air-Luft geschnuppert, ein paar Tage Auszeit auf dem Rad genossen, die Schulabschlussrede geschwungen und nebenbei noch eine neue Generation Autofahrer auf den Weg gebracht.
Zwischendurch ging’s auch noch zur Betriebsbesichtigung mit den Milchlandfrauen – also: langweilig wurde es wirklich nicht.
Hier kommt mein ganz persönlicher Rückblick auf einen Juni voller Begegnungen, Musik, frischer Luft und kleinen Alltagsfreuden.
Kurzurlaub im Rheiderland
Über Pfingsten haben mein Mann und ich die Gelegenheit genutzt: Unsere beiden Söhne hielten den Betrieb am Laufen – und wir hatten tatsächlich drei freie Tage.
Um nicht zu viel Zeit mit der Anreise zu verlieren, sind wir ins Rheiderland, in die Nähe von Ditzum, gefahren. Dort hatten wir eine gemütliche Bed & Breakfast-Unterkunft gebucht – einfach, aber sehr herzlich.
Tagsüber haben wir die Region mit unseren Fahrrädern erkundet. Das Wetter war zwar durchwachsen, aber wir hatten Glück: Die Regenschauer haben wir jeweils für Pausen genutzt, sodass wir bis auf einmal immer trocken durchgekommen sind.
Am Ende hatten wir in zweieinhalb Tagen knapp 120 Kilometer auf dem Tacho – und dabei jede Menge Ruhe, Natur und Weitblick genossen.

Besonders schön: Das Rheiderland ist nicht überlaufen. Man kann wunderbar entschleunigen – und ganz nebenbei haben wir natürlich auch viele Berufskollegen bei der Arbeit beobachtet. Was mir besonders gefallen hat: In der Region werden viele Kühe noch in Weidehaltung gehalten – begünstigt durch die dortigen Bodenverhältnisse mit viel Dauergrünland. Überall sah man Tiere auf der Wiese – ein richtig schönes Bild.
Beim abendlichen Zusammentreiben zum Melken konnte man dann aber auch mal die andere Seite sehen: Ein Landwirt war fast eine halbe Stunde mit dem Quad unterwegs, um die Herde von der riesigen Weide einzusammeln. Da merkt man schnell: Weidehaltung sieht idyllisch aus, ist aber nicht immer ganz unkompliziert.

Stadtjubiläum Lingen – zwei Abende, die bleiben
Zum 1050-jährigen Jubiläum hat Lingen ganz groß aufgefahren – und ich war am Freitag und Samstag beim Open Air auf dem Marktplatz dabei. Zwei Abende voller Musik, Menschen und dieser ganz besonderen Stimmung, wenn eine ganze Stadt feiert. Da ich aus Lingen stamme, habe ich immer noch großen Bezug zu der Stadt. Wir haben unser Auto bei einer Freundin geparkt und sind dann auf den mitgebrachten Fahrrädern zum Marktplatz gefahren.
Freitag: Schlager, Lichtshow und Stimmung pur
Freitagabend ging’s los mit der Schlager-Party – und was soll ich sagen: Nicht meine Musikrichtung, aber live hat das richtig Laune gemacht!
Den Anfang machte Anna-Maria Zimmermann. Musikalisch nicht ganz mein Ding, aber zur Einstimmung gar nicht schlecht. Sie hat ordentlich Stimmung gemacht und das Publikum direkt abgeholt.
Anschließend kam die Münchener Freiheit – die kenne ich noch aus den Achtzigern. Zwar inzwischen mit neuem Sänger, aber die alten Hits saßen noch – da war ich textsicherer, als ich zugeben möchte. ?
Zum Schluss kam dann noch Mickie Krause auf die Bühne. Ganz ehrlich: Überhaupt nicht mein Genre. Aber eins muss man ihm lassen – Stimmung machen kann er! Die Texte sind so einfach, dass man sofort mitsingen kann. Jetzt kenne ich auch ein paar Malle-Songs… ob ich will oder nicht.
Die Stimmung auf dem Marktplatz war grandios. Die Acts haben wirklich alle mitgerissen und den Platz in eine einzige tanzende Menschenmenge verwandelt. Und ganz ehrlich: Ob man nun Schlagerfan ist oder nicht – live hat das einfach funktioniert.
Ich hab mitgewippt, mitgesungen und gemerkt: Manchmal muss’s gar nicht tiefgründig sein. Hauptsache, es macht Spaß. Und das hat’s!



Samstag: Emotionen, Rock – und Gänsehaut
Am Samstag ging’s schon früher los – wir kamen etwas verspätet auf den Marktplatz, haben aber zum Glück noch einige Songs von Tim Bendzko mitbekommen. Ich war ehrlich gesagt ziemlich gespannt, denn live hatte ich ihn noch nie erlebt. Und dann steht der da – ruhig, zurückhaltend, ganz ohne Showgehabe – und zieht mit seiner Stimme alle in seinen Bann.
Spätestens bei „Hoch hinaus“ sang der ganze Platz mit. Gänsehaut pur.
Direkt danach kam der totale Stilwechsel: Fury in the Slaughterhouse. Druckvoll, rockig, mitreißend, laut – und sowas von auf den Punkt. Die Band hatte richtig Bock, und das hat man gespürt. Der Marktplatz wurde zum Open-Air-Festival mitten in der Stadt.
Ganz ehrlich: Für alle Acts hätte ich mir vermutlich nie ein Ticket gekauft. Aber jetzt? Bin ich froh, diese Chance genutzt zu haben. So ein Konzerterlebnis – und das kostenlos, direkt vor der Haustür – ist wirklich was Besonderes.



Was im Juni 2025 sonst noch los war
- Hannes hat seinen Führerschein Klasse B
- Rede als Schulelternratsvorsitzende auf der Abschlussfeier der Edith-Stein-Realschule
- Betriebsbesichtigung bei Familie Holke in Bad Bentheim im Rahmen des Arbeitskreises Milchlandfrauen
- Nach einer kurzen Verschnaufpause bei den Abkalbungen ging es Ende Juni wieder los – der Juli verspricht, in dieser Hinsicht richtig arbeitsreich zu werden.

Was ich im Juni 2025 gebloggt habe
- Monatsrückblick Mai 2025
- Meine liebsten Blogartikel – und warum sie mir so viel bedeuten Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Blogparade, wie auch der nächste.
- Nicht langsamer – nur erfahrener: Was das Leben nach 50 mit mir macht
- Rede zum Schulabschluss Die Rede wurde mal wieder überarbeitet
- Unvergessliche Tiermomente – Die Blogparade im Rückblick Meine Zusammenfassung meiner Blogparade
Der Juni war laut, bunt und überraschend vielseitig. Zwischen Kuhstall und Konzertbühne, Fahrradtour und Festrede lagen oft nur ein paar Stunden – aber genau das macht diesen Hof-Alltag ja auch aus: kein Tag wie der andere.
Und gerade deshalb weiß man die kleinen Auszeiten umso mehr zu schätzen – ob sie nun aus Musik, Radtouren oder einfach einem Moment ohne Termindruck bestehen.

Liebe Anke, das war ein sehr interessanter Artikel. Die Frage, ob Laktoseintoleranz heute häufiger ist, habe ich mir auch schon…