Der Februar ist schon wieder Geschichte. Er verging wie im Fluge. Das lag wohl daran, dass ich viel zu tun hatte. Was es genau war, könnt ihr im Folgenden lesen.
Der Bau ist fast fertig
Das Beitragsbild oben zeigt den Stall, wie er Ende Januar aussah. Mittlerweile ist die Firma, die die Halle aufgestellt, das Dach gedeckt und die Giebelfront samt Türen eingebaut hat, in der letzten Februarwoche fertig geworden. Die Baufirma ist noch beschäftigt, aber der Kran ist schon abgebaut und zur nächsten Baustelle gebracht worden. Ein Zeichen, dass sich auch diese Firma in den letzten Arbeitsschritten befindet.
Auch, wenn der äußere Bau also nun fast fertig ist, können die Kühe noch lange nicht einziehen. Die Roboter müssen noch eingebaut werden, die Inneneinrichtung fehlt noch. Der Elektriker und die Firma für die Wasserinstallation haben noch gar nicht angefangen. Trotzdem bin ich froh, dass wir schon einmal so weit gekommen sind. Es ist wieder ein Riesenschritt. Und für den März-Rückblick brauche ich ja auch noch Spannendes zu berichten.
Meine erste Blogdekade
Im Februar startete in der TCS die erste Blogdekade des Jahres. Blogdekade bedeutet, 10 Artikel in 10 Tagen. Ich bin etwas blauäugig daran gegangen. Ich hatte mir mehrere Themen zu „Was ist …“ vorgenommen. Zu Beginn der Dekade am 11. Februar habe ich aber sehr schnell festgestellt, dass sich solche Artikel nicht so schnell ohne Vorbereitung schreiben lassen. Also musste schnell ein anderes Thema her.
Als ich in meinem Büro oben war, in dem ein Teil meiner Bibliothek untergebracht ist, dachte ich mir, darüber könnte ich irgendetwas schreiben. So sind drei Artikel über meinen Lieblings-Krimi-Autor, meine Lieblings-Historische-Romane-Autorin und mein liebstes Buch in Sachen Evolution entstanden. Dann noch der obligatorische 12von12 Artikel, also der 12. eines Monats in 12 Bildern, und ein kurzer Artikel mit einem Fazit zu meiner ersten Blogdekade. Um nicht nur persönliche Artikel in dieser Zeit zu verfassen, habe ich dann noch einen kurzen Artikel über Milchaustauscher geschrieben.
Ich komme also nicht auf 10, aber immerhin auf 6 Artikel in 10 Tagen. Im weiteren Jahresverlauf wird noch eine Blogdekade stattfinden. Dann werde ich mich besser vorbereiten und 10 Artikel versuchen, fertig zu stellen. Ich hoffe, dass dann auch die Melkroboter laufen und die Zeit nicht so stressig wird, wie sie jetzt im Februar war. Es gab so viel zu tun mit Abkalbungen und kranken Kühen, dass nicht so viel Zeit für das Bloggen geblieben ist.
Vortrag „Die Akte Georges Schaltenbrand ist noch nicht geschlossen“
Am 21. Februar fand in Emlichheim der Vortrag von Frau Theresa Sperling statt. Sie ist die Enkelin von Georges Schaltenbrand. Er war ein international renommierter Neurologe. Die Eltern von Frau Sperling saßen eines Abends vor dem Fernseher und sahen sich eine Dokumentation „Ärzte ohne Gewissen“ an. Dort wurde von Versuch an Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung eines Dr. Schaltenbrand im Rahmen seiner Forschung zur Multiplen Sklerose berichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Familie keine Ahnung von der Vergangenheit des Vaters bzw. Schwiegervaters. Er hatte sich immer als Kritiker des Nazi-Regimes dargestellt. Die Familie beschloss daraufhin, zu recherchieren, was an den Vorwürfen dran war.
Der Vater von Frau Sperling hat die Ergebnisse dieser Recherche in einem Buch zusammengefasst. In dem Vortrag wurde nun aus dem Buch und dem Tagebuch des Dr. Georges Schaltenbrand vorgelesen und Frau Sperling erzählte auch von ihrer Wahrnehmung des Großvaters. Untermalt wurde der Vortrag von jüdischen Musikern, die auch von ihrem jetzigen Leben berichteten. Seit dem Überfall der Hamas auf Israelis könnten sie sich nicht mehr ohne Polizeischutz Konzerte geben – und zwar europaweit. Auch in unserem beschaulichen Dorf stand ein Polizeiwagen vor der Aula. Das war schon beklemmend.
Ich hatte meine beiden Söhne mitgenommen. Sie berichteten mir vor einiger Zeit, dass sie vermehrt Werbung von der AFD auf TikTok bekommen würden. Wir haben uns eingehend über die AFD unterhalten und da kam mir der Vortrag wie gerufen. Ich hoffe, sie konnten einiges von dem unglaublich menschenverachtenden Menschenbild im Nationalsozialismus mitnehmen, auch wenn die Tagebucheinträge, die verlesen wurden, von einem sehr intellektuellen Menschen verfasst wurden, die mit einigen Fachausdrücken gespickt waren. Ich fand den Vortrag sehr bewegend.
Was im Februar 2024 sonst noch los war
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- Mein Sohn hat die theoretische Prüfung für seinen Führerschein Klasse T bestanden, jetzt geht es mit Fahrstunden weiter. Die Fahrschule, die er besucht, hat für die Fahrausbildung einen Unimog mit Anhänger.
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- 13 Abkalbungen
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- Blutspende: dieses Mal hatte ich am nächsten Tag zum ersten Mal etwas Kreislaufprobleme
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- Vorbereitung mit dem 2. Sohn auf seine mündliche Zwischenprüfung in Englisch
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- einige Vertreterbesuche, sowohl was den Bau betrifft, als auch im Kuhbereich
Was ich im Februar 2024 gebloggt habe
Dieser erste Artikel im Februar war mir ein großes Anliegen. Ich hatte erst einige Bedenken, ihn zu schreiben. Denn ich musste doch einiges recherchieren, da man natürlich immer mal was aufschnappt oder sich über Themen aufregt. Der Artikel sollte Hand und Fuß haben, um eventuelle negative Kommentare zu vermeiden und ich wollte mir nicht vorwerfen lassen, irgendetwas falsch darzustellen. Trotzdem ist meine eigene Meinung zu den Themen in den Artikel eingeflossen. Und er musste jetzt mal veröffentlicht werden, denn die Bauernproteste waren im Januar überall präsent.
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- Warum die Bauern demonstrieren – Anke Cras dieser Blogartikel hat es in Judiths Blogger´s Digest geschafft. Für mich sehr überraschend, weil ich ja noch gar nicht lange dabei bin. Das war eine tolle Erfahrung, weil ich so viele tolle Kommentare bekommen habe.
Die nächsten 6 Artikel sind im Rahmen meiner ersten Blogdekade entstanden. Ich hätte mir vorher gar nicht so viele Gedanken zu Themen gemacht und habe mich dann sehr kurzfristig für Artikel über meine Bücher geschrieben. Sie sind alle nicht sehr lang geworden. Das wird in der nächsten Blogdekade anders werden.
Im Anschluss an die Blogdekade gab es dann wieder Themen Rund ums Rind.
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- Was ist der Unterschied von Rohmilch und Trinkmilch? – Anke Cras dieses Wochenthema habe ich Stefanie Seitz zu verdanken, die mich mit ihrer Frage auf diese Idee brachte. Ich hatte nämlich erst gar keine Idee, welche Unterschiede ich beschreiben könnte. Das ist das Tolle an dieser Community, sie hilft einem immer weiter.
Ausblick auf den März 2024
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- Einbau der Melkroboter
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- Fertigstellung des Milchtankraumes
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- Einbau der Stalleinrichtung
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- Mündliche Abschlussprüfung Englisch von Hannes
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- Konfirmation von Mathis


Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
Danke für die spannenden und bewegenden Eindrücke in deinen Februar. Es ist so viel, was du gleichzeitig am Laufen hältst und du bringst neben deinem Alltag noch so wertvolle Impulse, wie den über das Buch von der Akte Schaltenbrand.
Liebe Grüße, Claudia
Liebe Claudia!
Für mich ist das Alltag und ich denke bei jedem Monatsrückblick, es ist immer das Gleiche. Man muss sich seine Freiräume schaffen und wenn man etwas wichtig findet, muss man es dann einfach durchziehen. Meine Jungs waren nicht begeistert, mich zu dem Vortrag zu begleiten und arbeitstechnisch wäre es auch fast ins Wasser gefallen – aber: einfach machen!
Liebe Grßüße
Anke
Liebe Anke, was für ein Monat hinter dir liegt. Wenn ich das richtig verstehe, bist du auf eurem Hof viel mehr als „nur“ Tierärztin. Dass du dann noch die Zeit für deine Blogbeiträge findest, ist beachtlich. Sehr spannend fand ich den Abschnitt über Georges Schaltenbrand. Von dem hatte ich bisher nie etwas gehört. Werde ich jetzt aber mal googeln. Danke für deinen Rückblick. Ich entwickle mich langsam zum Groupie deines Blogs :-). Herzliche Grüße Sylvia
Liebe Sylvia!
Ich freue mich, dass du so viel lesenswerte Artikel bei mir findest.
Liebe Grüße
Anke