Ich bin ein großer Krimi Fan, sowohl als Buch, als Hörbuch oder als Film. Als Jugendliche habe ich die Sherlock Holmes Romane von Sir Arthur Conan Doyle verschlungen. Es gab sogar ein „interaktives“ Spiel dazu (es war Anfang der 90er, also musste man mit Karten spielen, die verschiedene Optionen hatten und dann auf andere Karten verwiesen haben). Das habe ich mit meiner Freundin gerne gespielt und wir haben ein paar Fälle gelöst. Mittlerweile bin ich großer Fan von nordischen Krimis, mit Schauplätzen in Skandinavien, Grönland, Island etc. Ich mag die etwas düstere und melancholische Atmosphäre, das Wetter ist natürlich eher nordisch, was zu dieser Stimmung beiträgt. Die Menschen eher wortkarg – ich weiß, voll das Klischee, aber ich mag es einfach.
Mein Lieblings-Krimi-Autor ist Henning Mankell und seine Romane mit dem Kommissar Kurt Wallander.
Diese Bücher habe ich sehr gerne gelesen. Oft konnte ich sie abends nicht aus der Hand legen, weil sie so spannend waren. So kam es zu mancher schlaflosen Nacht, in der das Buch durchgelesen wurde.
Was mich an der Figur Kurt Wallander so fasziniert, ist seine menschliche Ader und sein Privatleben mit seiner Tochter, mit seinem Vater. Und vor allem seine Herangehensweise an die Fälle. Die Kriminalfälle waren oft ein wenig bizarr. Ich hatte in den Romanen von Henning Mankell nie den Eindruck, dass ich schon nach ein paar Seiten wusste, wie es ausgeht. Naja, ich dachte mir natürlich schon, dass der Mörder gefasst wird, aber der Weg dahin war sehr spannend und immer wieder mit überraschenden Wendungen.
Auch der Schauplatz der Handlung in Ystad in Schweden, eine Kleinstadt im Süden Schwedens direkt am Meer, ist eine schöne Kulisse für die Handlungen. Diese Stadt gibt es wirklich und es pilgern immer mehr Touristen wegen Kurt Wallander dorthin, um sich die Originalschauplätze der Romane in natura anzuschauen. In einigen Romanen kommt es zur Zusammenarbeit mit der lettischen Polizei, was auch interessant ist.
Ich könnte aus den Krimis mit Kurt Wallander keinen herausstellen, der mir besonders gut gefallen hätte. Jeder einzelne hat seinen Reiz.
Aber nicht nur die Krimis von Henning Mankell sind lesenswert. Ich habe auch seine Romane „Der Chronist der Winde“, „Der Chinese“, „Kennedys Hirn“, „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ und „Erinnerungen an einen schmutzigen Engel“ gelesen. Oft deckt Mankell in seinen Romanen politische und soziale Missstände auf. So erzählt er zum Beispiel in Chronist der Winde vom Schicksal eines Straßenkindes.
Das mag ich sehr an Henning Mankell, der leider im Jahr 2015 verstorben ist.
Habt ihr schon Bücher von ihm gelesen? Welches hat euch gefallen? Oder könnt ihr andere Bücher empfehlen? Schreibt es gerne in die Kommentare!

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
Hallo Anke,
ich liebe ja historische Romane, doch nach dem ich deine Zeilen gelesen habe, ist Feuer in mir entfacht, tatsächlich mal einen Krimi zu lesen. Henning Mankell ist mir als Autor namentlich bekannt. Vielleicht wage ich es auf meiner nächsten Reise, denn ich liebe Bücher über alles.
hairzliche Grüße, Susanne
Liebe Susanne!
Vielen Dank für deinen Kommentar. Dann wirst du auf meinem anderen Artikel fündig, der hoffentlich heute online geht.
Manuell hat ja nicht nur Krimis geschrieben, auch seine anderen Bücher sind lesenswert. Habe noch kein Buch von ihm gelangweilt zur Seite gelegt.
Liebe Grüße Anke
Liebe Anke,
vielen Dank für diese geniale Krimi-Lese-Empfehlung. Ich kannte ihn bisher bislang nicht und bin somit leider auch bisher nicht in den Lese-Genuss gekommen. Dank deines Beitrages wird sich das mit Sicherheit zeitnah ändern!
Herzliche Grüße
Andrea
Liebe Andrea!
Vielen Dank für Deinen Kommentar! Ja, ich kann ihn nur empfehlen und freue mich über andere Leseempfehlungen.
Grüße
Anke