Das Blogparaden-Thema von Gabi Kremeskötter lautet in diesem Blogparadensommer 2024: Erzähl mir von deinem aktuellen Schreibprojekt. Die Gelegenheit möchte ich nutzen, um mein Projekt wieder aus der Versenkung zu heben.
Im letzten Jahr habe ich schon an so einer ähnlichen Blogparade teilgenommen und dieser Artikel ist dabei herausgekommen. Darin schreibe ich über mein Vorhaben, irgendwann einmal ein Buch zu schreiben.
Da ich von Beruf Tierärztin und mittlerweile mit einem Landwirt verheiratet bin und auf einem Milchviehbetrieb lebe, bietet es sich an, über dieses Thema zu schreiben. Ich hatte mir vorgestellt, ein Kinder- oder Jugendbuch über das Leben einer Kuh zu schreiben, von der Geburt bis zum Ende. In vielen Kinderbüchern, die ich damals meinen beiden Jungs vorgelesen habe, gab es ein ziemlich unrealistisches und romantisierendes Bild von Landwirtschaft. Dass es nicht immer so ist, sollten meiner Meinung nach schon die Kinder lernen. Die Kluft zwischen Lebensmittelerzeugern und Lebensmittelverbrauchern wird immer größer und meines Erachtens hilft es wenig, die Landwirtschaft so darzustellen, wie man sie gerne hätte. Die kleinsten Verbraucher sollten es gleich „richtig“ lernen. Während Kinder, die auf dem Land aufwachsen, noch einen Bezug zum Landleben haben, fehlt Stadtkindern oft die Möglichkeit, Landwirtschaft kennenzulernen. Dazu sind dann Bücher eine Alternative.
Das Projekt habe ich – auch dank der Gruppe in der Content Society (Blog dein Buch) – in Angriff genommen. Die Unterstützung von teilweise gestandenen Autor*Innen ist grandios.
Mittlerweile haben die ersten Kapitel das Licht der Welt erblickt. Doch nun stockt es. In den letzten Wochen fehlte mir einfach die Zeit und auch die Motivation. Von einer TCS-Kollegin kam der Tipp, jeden Tag ein paar Zeilen zu schreiben, denn es kostet viel Energie, sich nach längerer Zeit wieder in die Thematik und das Schreiben reinzufuchsen. Wenn die Bauphase auf unserem Hof endlich abgeschlossen ist, wird diesem Projekt wieder mehr Aufmerksamkeit zuteilwerden.
Dabei konkurriert das Schreibprojekt mit vielen anderen Verpflichtungen und Hobbys. Ich habe noch nicht die richtige Balance gefunden. Aufmerksamkeit und Energie werden am Tag oft schon von anderen Dingen aufgefressen, die bei mir Priorität haben bzw. haben müssen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Zwischendurch ploppen immer wieder Ideen auf, die einen Weg in das Buch finden sollen. Ich hatte nicht gedacht, dass es nach der ersten Euphorie so mühselig sein wird, ein Buch zu schreiben. Das habe ich als Anfänger unterschätzt. Andererseits habe ich auch keine Deadline, bis wann es fertig sein muss. Ist das vielleicht mein Problem? Ich möchte es allerdings ohne Stress schreiben, so wie ich Zeit und Lust habe, und so wird mich dieses große Projekt noch einige Zeit beschäftigen.
Hast du auch ein großes oder kleines Schreibprojekt? Schreibe es gerne in den Kommentar.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
Liebe Anke,
mit Neugierde habe ich deinen Artikel gelesen und kann dich nur ermutigen, unbedingt dran zu bleiben. Als Dozentin für Kreatives Schreiben habe ich schon viele Autorinnen und Autoren in ihrem Schreibprozess begleitet und auch wenn du dir täglich nur 15 Minuten Zeit nehmen kannst, wirst du Schritt für Schritt weiterkommen, vor allem DRANBLEIBEN 🙂
Danke, dass du zu meiner Blogparade deine Buchidee vorstellst, ich bin sicher, deine kleinen Leserinnen und Leser werden es dir danken!
Gerade weil du aus erster Hand weißt, wovon du schreibst, wird das vermittelte Wissen und die Geschichten des Landlebens eine echte Bereicherung im Kinderbuchbereich sein.
Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!
Und wenn du einmal nicht weiterweißt, melde dich gern bei mir.
Gruß Gabi