Nahaufnahme des gespaltenen Hufs einer Kuh, die auf schlammigem Boden steht. Man sieht die beiden unterschiedlichen Zehen und etwas Schmutz, der am Huf klebt.

Klauenerkrankungen bei Kühen – Ursachen, Folgen und Vorbeugung

Klauenerkrankungen stellen eine der häufigsten Ursachen für Lahmheiten beim Rind dar und haben sowohl Auswirkungen auf die Tiergesundheit als auch auf die Wirtschaftlichkeit des Betriebes. Schmerzen, verminderte Futteraufnahme, geringere Milchleistung und Fruchtbarkeitsstörungen sind typische Folgen. Zu den bedeutendsten Krankheitsbildern zählen die Dermatitis digitalis (Mortellaro), die Zwischenklauenentzündung, Defekte der weißen Linie sowie Sohlengeschwüre. Ihre Entstehung ist meist multifaktoriell bedingt und steht in engem Zusammenhang mit Haltung, Fütterung, Stallhygiene und Klauenpflege. Im Folgenden werden die wichtigsten Erkrankungen hinsichtlich Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung dargestellt.

Häufige Klauenerkrankungen

Mortellaro (Dermatitis digitalis, „Erdbeerkrankheit“)

  • Ursachen:
    • Ätiologie nicht vollständig geklärt, wahrscheinlich bakterielle Beteiligung (Treponemen).
    • Begünstigt durch feuchte, unhygienische Verhältnisse, v. a. in Laufställen mit hoher Tierzahl.
    • Seltener in Anbindehaltung oder auf Weidegang.
  • Symptome:
    • Mehr oder weniger begrenzte Hautentzündung, meist entlang des Kronsaumes am Übergang zwischen behaarter und unbehaarter Haut.
    • Bevorzugt zwischen den Ballen der Hinterklauen, gelegentlich im vorderen Teil des Zwischenklauenspaltes.
    • Anfangsstadium: feuchte Bezirke mit aufgestellten Haaren, oft von einem grau-braunen, schmierigen Belag bedeckt.
    • Nach Reinigung sichtbar: offene Hautstellen mit erdbeerartiger Oberfläche.
    • Sehr schmerzhaft → Tiere lahmen, gehen ungern.
    • Im Verlauf übermäßige Hornproduktion („blumenkohlartig“).
    • Häufig Herdenproblem: oft mehrere Tiere betroffen, besonders Jungrinder und erstlaktierende Kühe.
  • Behandlung:
    • Gründliche Reinigung und Trocknung.
    • Lokal antibiotische Salben (z. B. Tetracyclin), Verband bei Bedarf.
    • Herdensanierung durch regelmäßige Klauenbäder (Kupfersulfat, Formalin) und Hygieneoptimierung.
  • Prophylaxe:
    • Saubere, trockene Laufgänge, gute Einstreu.
    • Regelmäßige funktionelle Klauenpflege.
    • Konsequent eingesetzte Fußbäder in gefährdeten Beständen.
Eine Nahaufnahme einer gesäuberten Mortellaroerkrankung an einer Kuhklaue
Nach gründlicher Reinigung kommt rotes Entzündungsgewebe zum Vorschein. Hier wird deutlich, warum die Erkankung auch Erdbeerkrankheit genannt wird. (aus Handbuch zur Pflege und Behandlung der Klauen beim Rind; C. Lischer, H. Geyer, P. Ossent, K. Friedli, I. Näf, R. Pijl)

Ballenfäule

  • Ursachen:
    • Eindringen von Bakterien (v. a. Fusobacterium necrophorum, Dichelobacter nodosus) über kleine Hautverletzungen in der Zwischenklauenhaut.
    • Häufig sitzen die Keime zunächst im Zwischenklauenspalt und greifen von dort das Ballenhorn an.
    • Aufweichung und Zersetzung des Horns durch Kot- und Harngemisch sowie durch stauende Nässe.
    • Übermäßige Belastung der Ballenregion durch mangelhafte Klauenpflege
    • Verhornungsstörungen nach Klauenrehe.
    • Besonders verbreitet in feuchten, unhygienischen Laufställen.
  • Symptome:
    • Plötzlicher Beginn, meist an den Hintergliedmaßen, nicht selten beide Klauen eines Beines betroffen.
    • Schmerzhafte, diffuse Schwellung des Zwischenklauengewebes, Ausbreitung bis in die Klauenkrone.
    • le4ichte bis mittelgradige Lahmheit
    • Im fortgeschrittenen Stadium Ablösung des gesamten Sohlenhorns möglich.
  • Behandlung:
    • Lokale Maßnahmen: gründliche Reinigung, Trocknung und Behandlung mit Holzteerpräparaten.
    • trockene und saubere Aufstallung
    • Klauenpflege mit Entlastung der Ballenregion
  • Prophylaxe:
    • Optimale Stallhygiene: trockene, saubere Laufgänge, gute Einstreu.
    • Regelmäßige funktionelle Klauenpflege, um Fehlbelastungen und Verhornungsstörungen zu vermeiden.
    • Vermeidung von Verletzungsquellen (scharfe Steine, Draht, raue Böden).
    • Fußbäder in Beständen mit erhöhtem Risiko.
Ballenfäule an einer Rinderklaue
Mittelgradige Ballenfäule mit deutlicher Rillenbildung (aus Handbuch zur Pflege und Behandlung der Klauen beim Rind; C. Lischer, H. Geyer, P. Ossent, K. Friedli, I. Näf, R. Pijl)

Weiße-Linie-Defekte

  • Ursachen:
    • Die weiße Linie verbindet Hornwand und Sohlenhorn und stellt eine natürliche Schwachstelle dar.
    • Mechanische Belastungen (harte, unebene, rutschige Böden, enge Treibgänge) führen zu Druck und Mikrorissen.
    • Fremdkörper (Steinchen, Sand, Schmutz) können eindringen und Infektionen verursachen.
    • Mangelhafte Hornqualität durch Fütterungsfehler (z. B. subklinische Pansenazidose, Mineralstoffmangel) oder Stoffwechselstörungen verstärken die Anfälligkeit.
    • Besonders gefährdet: Hinterklauen und Außenklauen aufgrund stärkerer Belastung.
  • Symptome:
    • Feine Risse oder Blutungen in der weißen Linie, oft bei der Klauenpflege auffällig.
    • Eindringen von Fremdkörpern → Abszessbildung, Unterwanderung des Horns.
    • Lahmheit anfangs schleichend, später deutlich ausgeprägt, wenn die Lederhaut betroffen ist.
    • Typische Verlaufsformen:
      • Lose Wand: Hornwand löst sich vom Sohlenhorn, es entsteht ein Spalt.
      • Eitrig-hohle Wand: Hohlräume füllen sich mit Eiter, Unterwanderung schreitet fort.
      • Klauenspitzenabszess: Eitrige Einschmelzung im Bereich der Klauenspitze, oft mit hochgradiger Lahmheit.
    • In schweren Fällen großflächige Eiterherde bis in Gelenke oder Sehnenscheiden.
  • Behandlung:
    • Ausschneiden des betroffenen Horns bis zur vollständigen Freilegung der Läsion.
    • Fremdkörper und Eiter entleeren, Hohlräume offenhalten.
    • Verband und ggf. antiseptische Salbe bei bakterieller Infektion.
    • Entlastung durch Klötzchen auf der gesunden Partnerklaue.
  • Prophylaxe:
    • Weiche, rutschfeste Stallböden, Vermeidung von Steinen/Fremdkörpern.
    • Regelmäßige funktionelle Klauenpflege, um Belastungen auszugleichen.
    • Optimierte Fütterung (stabiles Pansenmilieu, bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung) für widerstandsfähiges Horn.
    • Stressarme Tierführung, keine übermäßige Treibbelastung.
Von der Sohlenfläche her ist nur eine kleine Öffnung im Bereich der weissen Linie zu erkennen. (aus Handbuch zur Pflege und Behandlung der Klauen beim Rind; C. Lischer, H. Geyer, P. Ossent, K. Friedli, I. Näf, R. Pijl)
Eitrig-hohle Wand vor der Behandlung: Die Wandablösung dehnt sich aus bis an den Kronsaum (aus Handbuch zur Pflege und Behandlung der Klauen beim Rind; C. Lischer, H. Geyer, P. Ossent, K. Friedli, I. Näf, R. Pijl)
Infektionen an der Klauenspitze greifen sehr schnell auf das Klauenbein über (aus Handbuch zur Pflege und Behandlung der Klauen beim Rind; C. Lischer, H. Geyer, P. Ossent, K. Friedli, I. Näf, R. Pijl)

Sohlengeschwüre

Ursachen:

  • Entstehen durch chronische Überbelastung der Sohlenregion, besonders an den Hinterklauen (laterale Klaue).
  • Längere Stehzeiten, zu wenig Liegezeit und harte Böden erhöhen den Druck auf die Lederhaut.
  • Weiches oder minderwertiges Horn durch Stoffwechselstörungen (z. B. subakute Pansenazidose, negative Energiebilanz, Mineralstoffmangel) fördert die Entstehung.
  • Häufig nach vorausgegangenen Klauenrehe-Episoden, da die Hornqualität dauerhaft geschädigt ist.
  • Besonders betroffen: Hochleistungskühe in intensiver Haltung.

Symptome:

  • Zunächst Blutungen und Druckstellen im Sohlenbereich, oft nahe der Trachtenregion.
  • Später Durchbruch des Horns → offene Ulzeration mit nekrotischem Gewebe.
  • Hochgradig schmerzhaft, Kuh entlastet die betroffene Klaue sichtbar.
  • Häufig eitrige Sekundärinfektionen, die sich bis in Gelenke oder Sehnenscheiden ausbreiten können.
  • Chronische Verläufe mit wiederkehrenden Ulzerationen möglich.

Behandlung:

  • Gründliches Ausschneiden des veränderten Horns, totes Gewebe vollständig entfernen.
  • Druckentlastung durch ein Holz- oder Kunststoffklötzchen auf der gesunden Partnerklaue.
  • Verband mit antiseptischer Salbe bei bakterieller Infektion.
  • Schmerz- und Entzündungshemmung (NSAIDs).
  • Boxenruhe auf weichem, trockenem Untergrund.

Prophylaxe:

  • Regelmäßige funktionelle Klauenpflege zur Druckverteilung.
  • Ausreichende Liegezeiten gewährleisten (bequeme Liegeboxen, gute Einstreu).
  • Laufflächen verbessern: weich, trittsicher, nicht zu glatt.
  • Fütterung optimieren: pansenstabile Ration, bedarfsgerechte Mineral- und Spurenelementversorgung für widerstandsfähiges Horn.
  • Frühzeitige Behandlung von Klauenrehe und anderen Grunderkrankungen.
Sohlengeschwür (aus Handbuch zur Pflege und Behandlung der Klauen beim Rind; C. Lischer, H. Geyer, P. Ossent, K. Friedli, I. Näf, R. Pijl)

Entzündungen im Zwischenklauenspalt (Interdigitale Dermatitis)

  • Ursachen:
    • Reizung und Aufweichung der Haut durch dauernde Feuchtigkeit, Kot- und Harnkontakt.
    • Bakterielle Besiedlung, oft Mischinfektionen mit Dichelobacter nodosus und Fusobacterium necrophorum.
    • Schlechte Stallhygiene, feuchte Laufgänge, mangelhafte Klauenpflege begünstigen das Auftreten.
  • Symptome:
    • Rötung, Schwellung und nässende Hautläsionen im Zwischenklauenspalt.
    • Beginn häufig als oberflächliche Dermatitis mit schmierigen Belägen.
    • Tiere zeigen Schmerzen bei Druck auf den Spalt, Lahmheit meist nur leichtgradig.
    • Unbehandelt kann die Entzündung in eine akute Zwischenklauenphlegmone übergehen.
  • Behandlung:
    • Gründliche Reinigung des Zwischenklauenspalt.
    • Trocknung und lokale Behandlung (z. B. mit desinfizierenden Lösungen oder Sprays).
    • Bei tieferer Infektion: systemische Antibiotikatherapie erwägen.
    • Trocken und sauber aufgestallte Tiere genesen schneller.
  • Prophylaxe:
    • Saubere, trockene Laufgänge und Einstreu.
    • Regelmäßige Klauenpflege, um Druckstellen und Aufweichungen zu vermeiden.
    • Fußbäder mit desinfizierenden Lösungen (Kupfersulfat, Formalin, organische Säuren).
    • Frühe Behandlung kleiner Läsionen, um das Fortschreiten zur Phlegmone zu verhindern.
Eine Nahaufnahme des Hinterteils eines Tieres zeigt schwere Wunden und verbrennungsähnliche Verletzungen, die möglicherweise auf eine Klauenerkrankung zurückzuführen sind, mit freiliegendem Gewebe, Verfärbungen und Schwellungen. Eine medizinische Schere oder Pinzette ist über dem betroffenen Bereich angebracht.
Erst bei gründlicher Reinigung und Spreizung der Klaue kommt die hochgradig schmerzhafte Entzündung der Zwischenklauenhaut zum Vorschein (aus Handbuch zur Pflege und Behandlung der Klauen beim Rind; C. Lischer, H. Geyer, P. Ossent, K. Friedli, I. Näf, R. Pijl)

Klauenrehe

  • Ursachen / Pathogenese:
    • Generalisierte Durchblutungsstörungen, besonders um die Geburt, belasten die Klauenlederhaut massiv.
    • Durch die gestörte Durchblutung tritt Flüssigkeit zwischen Lederhaut und Hornschicht aus → die Verbindung wird gelockert.
    • Das Klauenbein sinkt durch das Gewicht des Tieres in die geschwächte Sohlenlederhaut ab → Druckschäden entstehen.
    • Fütterungsfaktoren: Pansenübersäuerung (zu viel leicht verdauliche Kohlenhydrate, Kraftfutterüberschuss), Freisetzung von Endotoxinen.
    • Weitere Faktoren: harte Böden, langes Stehen, Stoffwechselbelastungen (Ketose, negative Energiebilanz), Toxämien.
    • Akute, hochgradige Rehe ist beim Rind selten – viel häufiger sind leichte, aber chronische Durchblutungsstörungen über längere Zeit, die „schleichende“ Hornschäden verursachen.
  • Symptome:
    • Akut: Wärme und Schmerzhaftigkeit in den Klauen, vermehrtes Liegen, steifer „klammer“ Gang, vorsichtiges Abrollen.
    • Subakut/chronisch: Blutungen in Sohlenhorn und weißer Linie, gelblich-rötliche Verfärbungen, Sohlenlederhaut sehr druckempfindlich.
    • „Reheringe“ am Horn der Klaue durch unregelmäßiges Hornwachstum.
    • Breite weiße Linie, häufig in Kombination mit Sohlengeschwüren oder weißen-Linie-Defekten.
    • Langfristig: veränderte Klauenform, Absenkung des Klauenbeins, verstärkte Anfälligkeit für Folgeerkrankungen.
  • Behandlung:
    • Akut: Schonung, weiche Einstreu, entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs), Kühlung der Klauen.
    • Ursachenbekämpfung: Fütterung sofort überprüfen und korrigieren (strukturreich, pansenstabil, keine abrupten Futterwechsel).
    • Bei chronischen Fällen: regelmäßige funktionelle Klauenpflege zur Druckentlastung und Vorbeugung von Sekundärläsionen.
  • Prophylaxe:
    • Rationsgestaltung: ausreichend Rohfaser, langsam ansteigende Kraftfuttergaben, stabile Pansenverhältnisse.
    • Weiche, rutschfeste Laufflächen und ausreichend Liegeplätze, um Stehzeiten zu verkürzen.
    • Stoffwechselgesundheit rund um die Geburt sichern (Ketoseprophylaxe, Mineralstoffversorgung).
    • Regelmäßige Klauenpflege zur Erhaltung der physiologischen Form.

Fazit

Klauenerkrankungen entstehen selten durch eine einzelne Ursache. Meist greifen Haltungsbedingungen, Fütterung, Stallhygiene, Laufwegs- und Liegeflächenqualität sowie die Qualität und Regelmäßigkeit der funktionellen Klauenpflege ineinander. Besonders problematisch ist, dass scheinbar „kleine“ Störungen – etwa dauerhafte Feuchtigkeit im Zwischenklauenspalt oder subklinische Pansenprobleme – über Wochen bis Monate schleichend zu strukturellen Hornschäden führen. Das erklärt, warum Erkrankungen wie Mortellaro, Zwischenklauenphlegmone, Defekte der weißen Linie und Sohlengeschwüre häufig gemeinsam oder nacheinander auftreten und warum die Klauenrehe als Grunderkrankung so viele Folgeschäden nach sich zieht.

Für den Praxiserfolg hat Prävention Vorrang vor Therapie. Entscheidend sind trockene, saubere und trittsichere Laufflächen, ausreichend breite und komfortable Liegeplätze für lange Liegezeiten sowie ein konsequentes Hygienemanagement (insbesondere im Bereich Fesselbeuge/Zwischenklauenspalt). Fußbäder können – richtig dosiert und im passenden Rhythmus – die Keimlast in Risikobereichen reduzieren, ersetzen aber keine Stallhygiene. Ebenfalls zentral ist die pansenstabile Fütterung: Strukturreiche Rationen, kontrollierte Kraftfutterzunahmen und eine bedarfsgerechte Mineral- und Spurenelementversorgung fördern widerstandsfähiges Horn und reduzieren Rehe-bedingte Vorschäden.

Die funktionelle Klauenpflege ist mehr als ein „Schönheitsschnitt“: Sie verteilt Lasten, beugt Unterwanderungen vor und schafft die Grundlage für Heilung. Frühzeitige, fachgerechte Eingriffe bei Läsionen – inklusive Druckentlastung (Klötzchen), Reinigung, ggf. Verband/antiseptischer Lokaltherapie und adäquater Analgesie – verkürzen Heilungszeiten, mindern Schmerzen und verhindern Chronifizierung. Bei akuten bakteriellen Prozessen (z. B. Phlegmone) ist die rechtzeitige systemische Behandlung entscheidend; parallel muss die Haltungs- und Hygienesituation sofort verbessert werden, sonst kommt es zu Rückfällen.

Nachhaltige Ergebnisse entstehen durch Monitoring und Teamarbeit. Regelmäßiges Lahmheits-Screening, Dokumentation von Befunden und Behandlungen, Auswertung von Herdenmustern (Risikogruppen: Frischabkalber, Erstlaktierende, Hochleistungsphase) und ein abgestimmtes Vorgehen von Tierärztin, Klauenpfleger, Fütterungsberatung und Betriebsleitung machen Probleme messbar und steuerbar. So lassen sich Engstellen – etwa rutschige Übergänge, enge Treibwege, Staus am Melkzentrum oder Fütterungswechsel – gezielt abstellen.

Unterm Strich gilt: Wohlbefinden, Leistung und Langlebigkeit der Kühe hängen wesentlich am Klauengesundheitsmanagement. Wer Haltung, Hygiene, Fütterung und Klauenpflege konsequent zusammendenkt und Befunde systematisch aufarbeitet, senkt Lahmheitsraten, Behandlungsaufwand und Abgänge – und verbessert gleichzeitig Tierwohl und Betriebsergebnis.

Eine Übersicht über alle wichtigen Aspekte der Klauengesundheit – von Anatomie bis Pflege – findest du hier: Klauengesundheit bei Milchkühen

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Dr. Anke Cras

Über mich: Ich bin Tierärztin und Landwirtin aus Leidenschaft. Mit meiner Familie lebe ich auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim. Seit über 20 Jahren arbeite ich täglich mit Kühen, Kälbern, Grünland und allem, was zur modernen Tierhaltung dazugehört. 

In meinem Blog teile ich Wissen aus der landwirtschaftlichen und tierärztlichen Praxis – verständlich erklärt, mit einem Blick über den Tellerrand. Mir ist es wichtig, dass nicht nur Fachleute, sondern auch Verbraucher:innen und Interessierte nachvollziehen können, wie Landwirtschaft bei uns betrieben wird.

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Hallo, ich bin Anke und lebe mit meiner Familie auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim.
Ich bin Tierärztin und kümmere mich um die Gesundheit unserer Tiere – vom Kalb bis zur Kuh.
Auf meinem Blog schreibe ich über Landwirtschaft, Tierwohl, Rinderwissen, aktuelle Themen und Persönliches aus dem Hofalltag.

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