Das Ende des Jahres ist für mich immer auch Zeit für Rückblick und Reflexion. Im Rahmen der Jahresrückblog Challenge von Judith Peters habe ich auch in diesem Jahr wieder innegehalten und auf die vergangenen Monate geschaut. Herausgekommen ist dabei dieser Jahresrückblick.
Zuerst hatte ich das Gefühl, dass eigentlich nichts besonders Außergewöhnliches passiert ist. Doch beim Durchscrollen des Kalenders, beim Anschauen der Fotos, kamen die Erinnerungen zurück: Begegnungen, Erlebnisse, kleine und große Momente, die dieses Jahr geprägt haben. Und plötzlich wurde klar – es war mehr los, als es sich im Alltag manchmal angefühlt hat.
Während ich diese Einleitung als letzten Schritt vor der Veröffentlichung schreibe, wird es draußen bereits wieder dunkel. Die ersten Böller sind zu hören, und meine Hunde würden am liebsten auf den Schoß kriechen – die Knallerei macht ihnen jedes Jahr Angst.
Der angekündigte Schnee ist ausgeblieben, was in dieser Nacht gar nicht so schlecht ist. Denn heute übernehmen wir den Fahrdienst für die Jungs, damit sie sicher zu ihren Silvesterpartys kommen und auch wieder gut nach Hause.
Insofern wird es für mich ein ruhiges Silvester und ein ebenso ruhiges Hinübergleiten in das Jahr 2026.
Meine Themen und Highlights in 2025
Mein Buchprojekt ist endlich fertig geschrieben
Vor zwei Jahren war mein Kinderbuch noch eine Idee mit vielen offenen Enden. Inzwischen ist das Manuskript fertig – ein Kinderbuch, das das Leben einer Milchkuh vom Kalb bis zur erwachsenen Kuh erzählt, aus ihrer eigenen Perspektive, kindgerecht und sachlich, ohne Landwirtschaft zu romantisieren oder zu erklären, was nicht erklärungsbedürftig ist. Es war ein Moment, der sich gleichzeitig groß und unspektakulär angefühlt hat. Groß, weil damit etwas abgeschlossen ist, das lange in meinem Kopf existiert hat. Unspektakulär, weil nach dem letzten Punkt sofort die nächste Frage da war: und jetzt?
Mit dem fertigen Manuskript begann die Suche nach einem Verlag. Ich wusste, dass Absagen dazugehören, trotzdem treffen sie jedes Mal. Manche kamen freundlich, manche sehr nüchtern, manche gar nicht. Es gab Momente, in denen ich mich gefragt habe, ob das Buch vielleicht doch nicht gut genug ist oder ob das Thema zu speziell sei. Gleichzeitig hat jede Absage auch etwas Klarheit gebracht: Das Projekt ist mir wichtig genug, um dranzubleiben – nicht nur, solange jemand von außen „Ja“ sagt.
Parallel dazu nahm das Buch langsam Gestalt an. Die Suche nach einer Illustratorin war ein weiterer Schritt, der alles realer gemacht hat. Plötzlich ging es nicht mehr nur um Text, sondern um Bilder, um Stimmung, um ein Gesicht für die Geschichte. Dass sich hier eine Zusammenarbeit anbahnt, fühlt sich an wie ein kleiner Durchbruch – unabhängig davon, wie der Weg am Ende aussieht.
Lange war für mich klar, dass ein klassischer Verlag der einzig richtige Weg sei. Selfpublishing klang nach Notlösung, nach Alleingang, nach Dingen, die ich nicht beherrsche. Das hat sich im Laufe des Jahres verändert. Nicht, weil es plötzlich einfach wirkt, sondern weil ich gemerkt habe, wie viel man lernen kann – und dass man nicht alles alleine können muss. Besonders die Unterstützung meiner ehemaligen Fußballkolleginnen hat mir dabei viel Rückhalt gegeben. Fachlich fundiert, ehrlich, kritisch und ermutigend. Zu wissen, dass da Menschen sind, die mitdenken, hinterfragen und gleichzeitig sagen „Du schaffst das“, hat meine Perspektive deutlich verschoben.
Heute ist das Buch noch nicht gedruckt. Es gibt keinen Vertrag und kein fertiges Cover. Aber es gibt ein fertiges Manuskript, eine klare Vorstellung davon, wofür dieses Buch steht, und den Mut, mehrere Wege in Betracht zu ziehen. Ob am Ende ein Verlag anbeißt oder das Buch im Selfpublishing erscheint, ist offen. Sicher ist nur: Die Geschichte ist geschrieben – und sie wird ihren Weg finden.
Kurzurlaub im Rheiderland
Über Pfingsten haben mein Mann und ich uns drei Tage Auszeit gegönnt und sind ins Rheiderland gefahren. Die kurze Anfahrt hat den Urlaub quasi schon beim Losfahren beginnen lassen – unkompliziert, leicht erreichbar, ohne lange im Auto zu sitzen. Die Jungs sind zuhause geblieben und haben den Hof gemacht, ein Luxus, den man erst richtig zu schätzen weiß, wenn man ihn bewusst erlebt. Wir hatten die Fahrräder dabei und eine kleine Pension mit Frühstück gebucht, nichts Besonderes, aber genau richtig.
Noch am Nachmittag des Ankunftstages sind wir losgeradelt. Kein großes Programm, eher ein erstes Abtasten der Umgebung, ein Ankommen in Bewegung. Am nächsten Morgen ging es nach einem gemütlichen Frühstück dann richtig auf Tour. Die Wettervorhersage war durchwachsen, aber wir hatten Glück. Einen kurzen Regenschauer haben wir in einem alten Bushäuschen ausgesessen – eher Teil des Erlebnisses als Störung.
Mit dem E-Bike ließ sich die Landschaft wunderbar langsam erkunden. Kein Hetzen, kein Ziel, das man erreichen musste. Einfach fahren, anhalten, schauen, genießen. Genau dieses Tempo hat den Reiz ausgemacht. Weite, Natur, wenig Trubel. Viel Raum für Gedanken.
Kulinarisch haben wir uns ganz küstentypisch gehalten und viel Fisch gegessen. Mal unkompliziert im Hafenimbiss in Ditzum, mal etwas gesetzter in einem Restaurant in Jemgum. Ehrlich, bodenständig und gut – passend zur Region.
In diesen drei Tagen haben wir eigentlich fast das gesamte deutsche Rheiderland oberhalb von Bunde sowie rund um Weener erkundet. Viel Natur, viel Landschaft, wenig los. Keine klassischen Sehenswürdigkeiten, aber genau das, was wir gesucht haben: Ruhe, Bewegung und das Gefühl, ohne große Entfernung wirklich weg zu sein.



Open Air in Lingen zum Stadtjubiläum
Zwei Abende hintereinander waren wir in Lingen, anlässlich des Stadtjubiläums, und ehrlich gesagt hat mich dieses Open-Air mehr begeistert, als ich vorher gedacht hätte. Das Ganze war groß aufgezogen, mit einer großen Bühne direkt vor dem alten Rathaus, und vor allem: kostenlos. Für jede und jeden war etwas dabei, und die Stadt war voll, aber nicht unangenehm voll – eher lebendig.
Los ging es am Freitag mit Anna-Maria Zimmermann, danach Münchener Freiheit – die Achtziger haben freundlich angeklopft – und zum Abschluss Mickie Krause. Konzerte, die ich mir so vermutlich nie gezielt ausgesucht hätte. Aber genau das war der Reiz. Die Stimmung war ansteckend, man ließ sich treiben, mitsingen, mitklatschen – und ich habe es sehr genossen. Nebenbei habe ich festgestellt, dass ich inzwischen sogar Ballermann-Lieder textsicher mitsingen kann. Dinge passieren.



Am Samstag ging es weiter mit Tim Bendzko und Fury in the Slaughterhouse – ebenfalls richtig gut. Jedes Mal hatten wir Glück und konnten die Konzerte direkt auf dem Marktplatz verfolgen. Es gab zwar noch eine zweite Bühne mit großer Leinwand, aber wir waren mitten im Geschehen, direkt vor Ort, und genau das hat den Unterschied gemacht.



Organisatorisch war das Ganze erstaunlich entspannt. Wir hatten das Auto bei einer Freundin abgestellt, die Fahrräder dabei und sind direkt in die Stadt geradelt. Rund um den Marktplatz gab es viele Fahrradparkplätze in unmittelbarer Nähe, was den ganzen Abend angenehm unkompliziert gemacht hat. Kein Parkplatzstress, kein Gedränge am Ende, einfach hinfahren, genießen und wieder nach Hause; erst radeln, dann mit dem Auto weiter.
Zwei Abende, tolles Wetter, gute Musik, überraschend gute Stimmung und ein Event, das gezeigt hat, wie viel Atmosphäre entstehen kann, wenn eine Stadt sich etwas traut. Es war laut, fröhlich, bunt und genau das Richtige.
Der Heidschnuckenweg nähert sich der letzten Etappe
Ein weiteres Highlight des Jahres war das Wandern mit Biggi auf dem Heidschnuckenweg. Stück für Stück, über mehrere Wochenenden verteilt, haben wir uns vorgearbeitet: dieses Wochenende ging es von Soltau nach Wietzendorf, weiter nach Faßberg und von dort – mit einem kleinen Umweg – Richtung Unterlüß. Weil in Faßberg keine Unterkunft mehr zu bekommen war, sind wir am Samstag bis Müden weitergelaufen. Am nächsten Morgen haben wir uns dann den Luxus gegönnt, mit dem Taxi zum nächsten Startpunkt zu fahren. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Vernunft – auch das gehört zum Wandern dazu.
Die Unterkünfte hätten unterschiedlicher kaum sein können. In Wietzendorf war es einfach, aber sehr nett, genau das Richtige nach einem langen Wandertag. In Müden dagegen fast schon luxuriös, mit hauseigener Sauna, die wir nach den vielen Kilometern dankbar und ausgiebig genutzt haben. Ein warmer Abschluss nach einem anstrengenden Tag, der genauso gutgetan hat wie das Wandern selbst.
Unterwegs gab es immer wieder landschaftliche Highlights, aber fast noch beeindruckender waren Licht und Stimmung. Der Herbst hat seine ganz eigene Art, Landschaften wirken zu lassen – klar, ruhig, manchmal fast feierlich. Wir hatten wieder einmal Glück mit dem Wetter, was diese Tage zusätzlich besonders gemacht hat.
Auch die An- und Abreise mit dem Zug verlief völlig unkompliziert, ohne größere Verspätungen oder Zwischenfälle; das darf man dann ruhig auch mal erwähnen. Bis Celle ist es nun nicht mehr weit. Dort endet der Heidschnuckenweg, den wir vor einiger Zeit in Hamburg-Fischbek begonnen haben. Immer wieder haben wir es geschafft, ein gemeinsames Wochenende zu finden und ein weiteres Stück zu erwandern.
Der Weg ist fast geschafft – und gleichzeitig irgendwie noch nicht zu Ende. Es wird dazu noch einen eigenen Blogartikel geben, der gerade entsteht. Aber schon jetzt ist klar: Diese gemeinsamen Etappen, die Gespräche unterwegs, das Gehen im gleichen Tempo und das Ankommen am Abend gehören zu den Momenten dieses Jahres, die bleiben..






Der eatREADsleep-Lesekreis Emlichheim
In diesem Jahr war der Lesekreis ein fester Bestandteil meines Alltags – entstanden bereits zuvor, eher zufällig und gerade deshalb geblieben. Auslöser war der Podcast Eat.READ.Sleep, den ich schon länger höre. Dort gibt es eine Website mit regionalen Lesekreisen, und eher aus Neugier habe ich einmal nachgeschaut. Tatsächlich wurde in Emlichheim gerade frisch ein neuer Kreis gegründet. Ich habe mich gemeldet und war dabei.
Wir sind sechs Frauen. Wir treffen uns etwa alle sechs Wochen, lesen gemeinsam ein Buch und erzählen uns, was es mit uns gemacht hat. Nicht analytisch, nicht schulisch, sondern persönlich. Dazu kommen immer wieder weitere Bücher, die jemand aus dem Kreis gelesen hat und mitbringt – Empfehlungen, Begeisterung, manchmal auch vorsichtige Warnungen. Genau diese Mischung macht es aus.
Früher habe ich fast ausschließlich Krimis, Thriller und historische Romane gelesen, vor allem die Bücher von Rebecca Gablé. Durch den Lesekreis hat sich mein Lesehorizont deutlich erweitert. Genres, zu denen ich sonst nie gegriffen hätte, liegen plötzlich auf meinem Nachttisch und werden gelesen. Die Literaturwelt hält so viel mehr bereit – und ich bin begeistert.
Seitdem ist meine Leseliste explodiert. Ich habe inzwischen eine ziemlich lange Longlist mit Büchern, die ich unbedingt lesen möchte, und merke, dass ich sie gar nicht so schnell abarbeiten kann, wie neue dazukommen. Ein Luxusproblem, aber ein schönes. Lesen hat dadurch wieder mehr Raum bekommen, mehr Verbindlichkeit und gleichzeitig mehr Leichtigkeit.
Der Lesekreis ist kein großes Event, nichts Spektakuläres. Aber er hat meinen Alltag verändert. Er schafft feste Zeit fürs Lesen, für Gespräche, für Perspektiven jenseits des eigenen Horizonts. Und er ist geblieben, nicht als Pflichttermin, sondern als etwas, auf das ich mich freue.
In diesem Jahr habe ich unter anderem folgende Bücher gelesen:
- Charlotte Gneuß Gittersee
- Mark Haddon Supergute Tage
- Sarah Kuttner Kurt
- Elisabeth Tova Bailey Das Geräusch einer Schnecke beim Fressen
- Tijan Sila Radio Sarajevo
- Mercé Rodoreda Der Garten über dem Meer (Hörbuch)
- Sibylle Grimbert Der letzte seiner Art
- Judith Merchant Schweig
- Maxim Leo Wir werden jung sein
- Caroline Wahl 22 Bahnen (Hörbuch)
- Ernest van der Kwast Fünf Viertelstunden bis zum Meer
- Gaea Schoeters Trophäe
- Betsy Uhrig Club der Honks
- Kressmann Taylor Adressat unbekannt
- Judith W. Taschler Sommer wie Winter
- Martina Behm Hier draußen
- Kaliane Bradley Das Ministerium der Zeit
- Isabelle Autissier Herz auf Eis
- Mareike Fallwickl Dunkelgrün fast schwarz
- Emma Donoghue Raum
- Ayelet Gundar-Goshen Lügnerin
- Ayelet Gundar-Goshen Löwen wecken
- Jasmin Schreiber Marianengraben
- Jasmin Schreiber Der Mauersegler (Hörbuch)
- Percival Everett James (Hörbuch)
- M.W. Craven Der Zögling
Weitere schöne und besondere Momente in 2025
Im Januar fand der Niedersächsischer Tierärztetag in Hannover statt. Wie jedes Jahr war es einfach schön, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Dieses Mal haben wir die Gelegenheit genutzt, um ein Semestertreffen zu organisieren. Beim Come-together-Abend waren einige Tische reserviert, und zwischen gutem Essen und angeregten Gesprächen konnte man herrlich in Erinnerungen schwelgen und mit Kommilitoninnen und Kommilitonen quatschen, die man viel zu lange nicht gesehen hatte.
Am letzten Tag habe ich mich dann noch mit meinem Doktorvater Martin Kaske getroffen. Es wurde ein rundum gelungener Abend, und am nächsten Morgen folgte noch ein entspanntes Frühstück. Bei einem ausgiebigen Spaziergang mit mehreren Hunden ließ sich wunderbar abschalten, bevor es schließlich wieder heimwärts ging.
Die Besuche bei meinem Doktorvater Martin Kaske genieße ich jedes Mal sehr. Seine Energie, seine Neugier und sein enormes Fachwissen beeindrucken mich nach wie vor. Die Gespräche mit ihm sind inspirierend, oft klärend – und sie erinnern mich daran, warum ich diesen Weg einmal eingeschlagen habe.

Mit Heiki habe ich ein Konzert von Herman van Veen im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen besucht. Ich bin schon seit vielen Jahren Fan und finde es immer wieder erstaunlich, mit welcher Energie er auch in seinem Alter noch auf der Bühne steht – im besten Sinne: Er „rockt“ sie einfach.
Seine Lieder und Texte sind jedes Mal aufs Neue eine Freude. Sie verbinden Humor mit feinen Beobachtungen, Leichtigkeit mit nachdenklichen Worten. Ein Konzert, das lange nachklingt – im Kopf genauso wie im Herzen.

Ein weiteres Highlight war die Gretelfahrt. Wie jedes Jahr treffen wir uns ehemalige Spielerinnen der SG Limmer mindestens einmal im Jahr. Für dieses Ereignis haben tatsächlich immer alle Zeit – ganz egal, wie voll der Kalender sonst ist.
Inzwischen haben wir ein festes Quartier gefunden: Timmermanns Hof. Ein Ort mit einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis, an dem man sofort ankommt. Es wird gemeinsam gekocht, gequatscht, gespielt, spazieren gegangen – einfach eine richtig gute Zeit.
Diese Freundschaft besteht schon so lange, und trotzdem fühlt es sich bei jedem Treffen so an, als wären wir erst gestern auseinandergegangen. Vertraut, leicht und völlig unkompliziert. Genau solche Wochenenden sind unbezahlbar.

In diesem Jahr stand auch die Kegelfahrt wieder auf dem Programm. Zwei Paare organisieren, der Rest weiß wie immer nicht, wohin es geht. Die Überraschung diesmal: Hannover.
Hannover ist für mich ein besonderer Ort. Hier habe ich an der Tierärztliche Hochschule Hannover studiert, während meiner Doktorarbeit gearbeitet und lange Zeit gelebt. Erst im Zooviertel, später dann in Linden. Umso schöner war es, die „alte Heimat“ einmal wiederzusehen – und das aus der Besucherperspektive.
Eine Stadtrundfahrt zum Beispiel hatte ich in all den Jahren dort nie gemacht. Diesmal schon. Orte wiederzuerkennen, andere neu zu entdecken und die Stadt mit etwas Abstand zu erleben, hatte seinen ganz eigenen Reiz. Ein vertrautes Kapitel, neu aufgeschlagen.

In der Gaststätte Rosenthal in Uelsen fand eine Autorenlesung mit Markus Thielemann statt. Sein Roman Von Norden rollt ein Donner gehörte zu den ersten Büchern, die wir im Lesekreis gemeinsam gelesen haben. Umso spannender war es, den Autor nun live zu erleben.
In der Lesung bekamen wir viele Einblicke in den Hintergrund des Buches, seine Entstehung und die Motivation des Autors. Zusammenhänge wurden greifbarer, Figuren bekamen zusätzliche Facetten – und manches, was beim Lesen eher leise mitschwang, wurde plötzlich sehr deutlich. Eine Begegnung, die das Buch im Nachhinein noch einmal vertieft hat.

Ein weiteres besonderes Ereignis war das Georgianertreffen. Mein ehemaliges Gymnasium, das Gymnasium Georgianum, veranstaltet alle fünf Jahre ein großes Schultreffen aller ehemaligen Abiturientinnen und Abiturienten in Lingen.
Der Auftakt findet traditionell am Freitagabend statt: mit einem Fackelzug durch die Stadt und anschließendem Treffen auf der Wilhelmshöhe. Viele Gespräche, Musik und jede Menge Erinnerungen – ein Wiedersehen mit Menschen und Geschichten aus einer anderen Lebensphase.
Am Samstag gibt es weitere Programmpunkte wie Schulbesichtigungen, Mitgliederversammlung und Vorträge. Daran habe ich diesmal nicht teilgenommen. Eigentlich wollte ich abends noch einmal dazustoßen, doch das Hofleben hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht – manchmal ist es eben genau so.
Der Abschluss folgt am Sonntag mit einem Frühschoppen auf dem Marktplatz Lingen. Dort waren diesmal nur wenige bekannte Gesichter dabei. Aber auch wenn ich letztlich „nur“ den Freitagabend genießen konnte, bleibt das Georgianertreffen für mich immer wieder ein tolles Event – getragen von Gemeinschaft, Erinnerungen und einem besonderen Gefühl von Verbundenheit.


Mindestens einmal im Jahr gehört ein Besuch bei Hannover 96 einfach dazu. Dieses Mal ging es gegen den 1. FC Köln. Gemeinsam mit Mathis und zwei seiner Freunde sind wir mit dem Zug nach Hannover gefahren.
Im Stadion haben wir eine richtig schöne Zeit erlebt: tolles Wetter, ein gutes Spiel und am Ende ein Heimsieg. Genau diese Mischung macht solche Tage aus.
Die Rückfahrt im völlig überfüllten Zug war zwar anstrengend, aber irgendwie gehört auch das dazu. Müde, ein bisschen platt – und trotzdem zufrieden. Ein rundum gelungener Tag.

Unser alter Melkstand wurde in diesem Jahr ausgebaut und nach Polen verkauft. Wie viele Stunden ich dort verbracht habe, lässt sich kaum zählen. Frühe Morgen, späte Abende, Routine, Anstrengung, Verantwortung – ein großer Teil Arbeitsleben in einem Raum.
Jetzt stehen nur noch die letzten Aufräumarbeiten an. Danach wird der Raum leer sein. Ganz leer. Ein merkwürdiges Gefühl zwischen Abschluss und Aufbruch.

Vier neue Hühner sind eingezogen: zwei Sperber und zwei Marans. Ein kleines Ereignis – und doch eines, das sofort Leben in den Alltag bringt. Neue Geräusche im Hof, neugierige Blicke und die leise Vorfreude auf die ersten Eier.
Jetzt können wir wieder reichlich Spiegeleier, Eierpfannkuchen und Rührei essen. Ein ganz bodenständiger Luxus – frisch, unkompliziert und einfach gut.

Mein 2025-Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
- Dass ich regelmäßig gebloggt habe – im Schnitt mehr als einen Artikel pro Woche. Nicht streng nach Kalender, sondern im eigenen Rhythmus: Manchmal ist es ruhig, und dann fließt es plötzlich und mehrere Texte gehen gleichzeitig raus.
- Dass ich mein Buchmanuskript fertiggestellt habe. Auch wenn mir immer wieder neue Ideen kommen, die ebenfalls ihren Platz hätten – dieses Projekt ist jetzt erst einmal abgeschlossen. Und allein das ist ein großer Schritt.
- Dass ich viele Bücher gelesen habe und meine Zeit bewusst eher mit Lesen als vor dem Fernseher verbracht habe.
- Dass ich den Schritt gegangen bin und ein Freebie sowie ein eigenes Angebot herausgebracht habe.
Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht.
- Ich habe zum ersten Mal ein Exposé erstellt und mich mit meinem Manuskript bei mehreren Verlagen beworben.
- Ich habe mich zum ersten Mal intensiv mit der Erstellung eines Buches mit Illustrationen und dem Thema Selfpublishing beschäftigt.
Mein 2025 in Zahlen
- Aktueller Stand deiner Instagram-Follower: 150 Follower

- Aktueller Stand deiner Facebook: 236 Follower
- Webseiten-Besucher in 2025: 3284

- Anzahl deiner veröffentlichten Blogartikel: 62
- insgesamt veröffentlichte Artikel: 129
- Höhe deiner Domain Authority: 11
- Anzahl Newsletter-Abonnenten: 44
- Gelesene Bücher: 22 und 4 Hörbücher
- Duolingo-Score Spanisch: 11
- durchschnittliche Schrittzahl: 10068

Mein Ausblick auf 2026
Was ich 2026 anders (besser) mache
- Meine Website wird weiter wachsen. Das Bloggen macht mir nach wie vor viel Spaß, und der Austausch in der The Content Society ist für mich eine große Bereicherung. Eine inspirierende Community, die motiviert, unterstützt und den Blick immer wieder weitet.
- Ich möchte 2026 wieder mehr Fahrrad fahren. Mehr Bewegung an der frischen Luft, kurze Auszeiten im Alltag und einfach öfter unterwegs sein
- Nach dem Umbau soll 2026 der Umzug der Kälber in den ehemaligen Schweinestall umgesetzt werden.
- Viele Bücher warten noch darauf, gelesen zu werden. Gleichzeitig möchte ich den Bestand meiner Bibliothek digitalisieren und mir eine Übersicht darüber verschaffen, welche Bücher ich bereits besitze.
- Ich möchte 2026 wieder mehr Musik machen. Meine E-Gitarre, das Schlagzeug von Mathis und das Keyboard von Hannes sollen wieder reaktiviert werden
- Den Heidschnuckenweg werde ich dieses Jahr abschließen und ein neues „Projekt“ auswählen
Mein Motto für 2026 heißt: Weniger perfekt. Mehr echt.


Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
Ein sehr ehrlicher und stimmungsvoller Jahresrückblick. Besonders schön finde ich die ruhige Art, mit der du auf 2025 zurückblickst und die kleinen wie großen Erkenntnisse teilst – das regt zum Innehalten an.
Liebe Anke,
dein Buch ist super schön geworden und ich finde es toll, dass du es nun illustrieren lässt. Ein Kinderbuch braucht starke Bilder, bei denen die Kinder beim Lesen innehalten und das Gelesene besser aufnehmen können. Es hat mir biel Freude gemacht, es zu lektorieren und ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit der Veröffentlichung. Schade, dass kein Verlag angebissen hat. Ein schmerzhafter und frustrierender Prozess, Absagen zu kassieren, aber zum Glück gibt es Plan B: Selfpublishing.
Herzliche Grüße
Kerstin
Liebe Kerstin!
Danke für deinen Kommentar. Ich bin immer noch optimistisch, dass das Buch irgendwann veröffentlicht wird, so oder so.
Ich danke dir auch auf diesem Wege noch einmal für dein Lektorat.
Liebe Grüße Anke
Hallo Anke.
Dafür, dass du am Anfang dachtest, dein Jahr wäre unspektakulär gewesen, hast du sehr viel erlebt. Vor allem sehr viel, das nachhaltig hängen bleibt und prägt.
Ich finde es unglaublich inspirierend, mit wie viel Mut und Selbstbewusstsein du dein Buchprojekt verfolgst. Da ich gestern Abend ebenfalls die letzten Zeilen meines eigenen Manuskriptes abgetippt habe, spricht mich dieser Aspekt deines Jahres 2025 besonders an.
Ich wünsche dir für das kommende Jahr alles erdenklich Gute. Ganz viel Mut alle deine Träume zu verwirklichen und weiterhin so viele Menschen in deinem Leben, die dich unterstützen und wertschätzen.
Viele Grüße, Lisa
Liebe Lisa!
Oft geht es mir so, dass mir im ersten Moment nichts einfällt. Wenn man dann anfängt zu schreiben, komme ich dann in einen Flow. So erging es mir auch bei meinem Manuskript. Mal sehen, wie es damit weitergeht!
Liebe Grüße
Anke
Liebe Anke,
ich kann sehr gut nachempfinden, wie es Dir mit Absagen bei Deinen Manuskriptvorstellungen ergangen ist. Auch bei mir hat es eine Weile gedauert, bis ich den richtigen Verlag gefunden habe der an mich glaubt und meinen Arbeit schätzt. Trotzdem bin ich sehr gespannt auf deine Selfpublishing-Wrfahrung – auch für mich ist immer wieder ein thema. Ich wünsche Dir inen guten Rutsch ins Neue Jahr und sende Dir liebe Grüße aus Hamburg,
SAskia
Liebe Saskia!
Vielen Dank für deinen Kommentar. Wie in so vielen Dingen ist dranbleiben eine gute Option. Wenn meine Illustrationen fertig sind, kann das Thema Selfpublishing in die nächste Runde starten. Dann gibt es sicherlich einen Blogartikel dazu.
Liebe Grüße
Anke