3 Gründe, warum ich Milchaustauscher verwende

  1. Immer die gleiche Zusammensetzung: Die Zusammensetzung der Kuhmilch schwankt während der Laktation sehr. Wir haben zum Beispiel Kühe mit einem Fettgehalt der Milch 6,14 % und einem Fettgehalt von 3,28 %. Auch der Eiweißgehalt schwankt zwischen 4,55 % und 2,93 %. Ein Milchaustauscher hat dagegen nahezu immer die gleiche Zusammensetzung. So bekommen die Kälber auch immer die gleiche Milch.
  2. Immer verfügbar: Während ich auf die Milch erst immer nach dem Melken zurückgreifen kann, ist der Milchaustauscher immer verfügbar. Ich kann ihn immer frisch zubereiten. Im Milchtaxi wird er angerührt und auf die richtige Temperatur gebracht. Deswegen kann ich die Kälber auch mal vor dem Melken oder während des Melkens füttern.
  3. Keine Futterumstellung bei Umstallung in die Gruppe: Bei uns werden die Kälber im Alter von 3 Wochen in die Gruppenhaltung mit Automatenfütterung umgestallt. Das an sich bedeutet schon Stress für das Kalb. Wenn jetzt in den ersten 3 Wochen Milch gefüttert wird und dann in der Gruppe am Automaten ein Milchaustauscher, kommt ein weiterer Stressfaktor hinzu. Milchaustauscher schmeckt anders als Kuhmilch und das Kalb muss sich umgewöhnen. Mit allen anderen Stressfaktoren wie andere Kälber, neue Rangordnung, anderes Fütterungssystem kann man es dem Kalb mit der Futterumstellung leichter machen.
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Dr. Anke Cras

Über mich: Ich bin Tierärztin und Landwirtin aus Leidenschaft. Mit meiner Familie lebe ich auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim. Seit über 20 Jahren arbeite ich täglich mit Kühen, Kälbern, Grünland und allem, was zur modernen Tierhaltung dazugehört. 

In meinem Blog teile ich Wissen aus der landwirtschaftlichen und tierärztlichen Praxis – verständlich erklärt, mit einem Blick über den Tellerrand. Mir ist es wichtig, dass nicht nur Fachleute, sondern auch Verbraucher:innen und Interessierte nachvollziehen können, wie Landwirtschaft bei uns betrieben wird.

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Eine Person, die eine Brille und eine blaue Jacke trägt, steht in einem Stall und hält den Kopf einer schwarz-weißen Kuh an ihre Brust. Im Hintergrund sind Heu und Metallboxen zu sehen.

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Hallo, ich bin Anke und lebe mit meiner Familie auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim.
Ich bin Tierärztin und kümmere mich um die Gesundheit unserer Tiere – vom Kalb bis zur Kuh.
Auf meinem Blog schreibe ich über Landwirtschaft, Tierwohl, Rinderwissen, aktuelle Themen und Persönliches aus dem Hofalltag.

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Angelika Brand

    Ich habe gelesen, dass Süßstoffe in der Kälbermast verwendet werden, stimmt das? Sind in dem Milchaustauscher Süßstoffe enthalten? Sind diese dann im Fleisch enthalten, so dass Menschen mit Allergien Probleme bekommen können? Vielleicht bin ich mit meiner Frage hier nicht richtig, würde mich aber trotzdem über eine Antwort oder einen Hinweis freuen. Vielen Dank.

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