Drei Kälber mit gelben Ohrmarken befinden sich in einzelnen Metallbuchten mit Stroheinstreu und stecken ihre Köpfe durch die Öffnungen. An jedem Stall sind weiße Eimer angebracht, und die Umgebung scheint ein überdachter Bauernhof oder eine Scheune zu sein.

3 Gründe, warum ich Milchaustauscher verwende

Wir füttern unsere Kälber nach der Kolostrumphase mit einem Milchaustauscher. Warum wir uns für dieses System entschieden haben, hat vor allem drei praktische Gründe.

Warum wir Milchaustauscher füttern

• konstante Zusammensetzung
• jederzeit frisch verfügbar
• keine zusätzliche Futterumstellung
• praktikabel im Arbeitsalltag
• jedes System steht und fällt mit dem Management

Warum wir Milchaustauscher einsetzen

• gleichbleibende Zusammensetzung
• jederzeit frisch verfügbar
• keine Futterumstellung in der Gruppe

Ein Milchaustauscher ist ein Ersatzprodukt für Milch, das speziell für die Aufzucht von Jungtieren entwickelt wurde. Er enthält wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Fett, Vitamine und Mineralstoffe, die das Kalb für Wachstum und Entwicklung benötigt.

Immer die gleiche Zusammensetzung

Die Zusammensetzung der Kuhmilch schwankt im Laufe der Laktation deutlich. Bei uns liegt der Fettgehalt zum Beispiel zwischen 3,28 % und 6,14 %, der Eiweißgehalt zwischen 2,93 % und 4,55 %.

Ein Milchaustauscher hat dagegen nahezu immer die gleiche Zusammensetzung. Dadurch erhalten die Kälber täglich eine konstante Tränke.

Immer verfügbar

Auf frische Milch kann ich erst nach dem Melken zurückgreifen. Milchaustauscher ist dagegen jederzeit verfügbar und kann frisch zubereitet werden.

Im Milchtaxi wird er angerührt und direkt auf die passende Temperatur gebracht. So können wir die Kälber auch vor dem Melken oder während des Melkens versorgen.

Keine Futterumstellung bei Umstallung in die Gruppe

Bei uns werden die Kälber im Alter von drei Wochen in die Gruppenhaltung mit Automatenfütterung umgestallt. Das bedeutet bereits Stress durch neue Umgebung, andere Kälber und eine neue Rangordnung.

Wenn ein Kalb zusätzlich von Milch auf Milchaustauscher umgestellt werden müsste, käme ein weiterer Stressfaktor hinzu. Da unsere Kälber von Anfang an Milchaustauscher bekommen, entfällt diese Umstellung.

Es gibt gute Argumente für eine Vollmilchfütterung und gute Argumente für Milchaustauscher. Für unseren Betrieb passt dieses System im Alltag am besten. Entscheidend ist am Ende immer, dass die Fütterung konsequent, hygienisch und tiergerecht umgesetzt wird.

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Dr. Anke Cras

Über mich: Ich bin Tierärztin und Landwirtin aus Leidenschaft. Mit meiner Familie lebe ich auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim. Seit über 20 Jahren arbeite ich täglich mit Kühen, Kälbern, Grünland und allem, was zur modernen Tierhaltung dazugehört. 

In meinem Blog teile ich Wissen aus der landwirtschaftlichen und tierärztlichen Praxis – verständlich erklärt, mit einem Blick über den Tellerrand. Mir ist es wichtig, dass nicht nur Fachleute, sondern auch Verbraucher:innen und Interessierte nachvollziehen können, wie Landwirtschaft bei uns betrieben wird.

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Eine Person, die eine Brille und eine blaue Jacke trägt, steht in einem Stall und hält den Kopf einer schwarz-weißen Kuh an ihre Brust. Im Hintergrund sind Heu und Metallboxen zu sehen.

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Hallo, ich bin Anke und lebe mit meiner Familie auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Bentheim.
Ich bin Tierärztin und kümmere mich um die Gesundheit unserer Tiere – vom Kalb bis zur Kuh.
Auf meinem Blog schreibe ich über Landwirtschaft, Tierwohl, Rinderwissen, aktuelle Themen und Persönliches aus dem Hofalltag.

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