Es ist wieder so weit, der 12. Dezember. Am 12. eines Monats gibt es das Blogformat 12 von 12, in dem jeder seinen Tag in 12 Bildern beschreibt. Egal, ob etwas Spannendes passiert oder es ein ganz normaler Tag ist – wie meiner. Bei Caro von Draußen nur Kännchen findest du noch viele weitere Blogartikel in diesem Format. Schau doch mal vorbei.

An diesem Freitag klingelt der Wecker wieder um kurz vor halb sechs und um halb sechs heißt es dann: Aufstehen. Keine ganz einfache Zeit für mich, da ich eigentlich zu den Langschläfern gehöre. Mein Sohn muss um kurz nach sechs aus dem Haus, um dann um 8 Uhr in der Schule zu sein. Seine tägliche Odyssee startet mit dem Ruftaxi, dann in den Bus und das letzte Stück mit der Bahn und zu Fuß zur Schule. Ich freue mich auf die Ferien!

Der Tag beginnt dann meistens mit Kaffee kochen, Spülmaschine ausräumen, Frühstück machen.

Die selbstgemachten Käsebrötchen werden in die Brotdose gepackt.

Wenn beide Jungs aus dem Haus sind, helfe ich beim Abschieben der festen Fläche im Kuhstall. Der feste Schieber wird erst am Wochenende montiert, sodass bis dahin der Radlader diese Aufgabe übernehmen muss. Damit die Kühe nicht ausbüxen, muss jemand – also ich – am Tor aufpassen.

Damit die Roboter wissen, dass ich an der Milchleitung hantiere, muss ich mich anmelden. Erst, wenn es gelbes Dauerlicht gibt, kann ich die Verschraubung ohne Milchdusche lösen. Denn ich wechsele die Filter ja während des Melkbetriebes. Die Roboter pumpen die Milch jederzeit mit Druck in den Tank. Wenn sie wissen, dass die Milchleitung offen ist, unterbrechen sie ihre Pumptätigkeit so lange, bis ich mich wieder abmelde.

Anschließend wechsle ich die Milchfilter. Die Milch wird durch diesen Filter in den Tank gepumpt. Hier werden größere und kleinere Partikel aus der Milch herausgefiltert.

Mittlerweile ist es acht Uhr und es wird heute nicht hell. Auf dem Foto scheint es viel heller zu sein als ich es in Natura wahrgenommen habe. Es wird heute wohl ein trüber Tag.

Nach dem Frühstück werden erst einmal die Hühner gefüttert. Sie sind zur Zeit in der Mauser. Das eine Huhn ist schon wieder schön glatt, das andere sieht noch sehr gerupft aus. Im Moment gibt es deswegen auch keine Eier, zum einen wegen der Mauser und zum anderen wegen der kurzen Tage.

Dann sind die Kälber dran. Ich werde schon erwartet.

Seit die Roboter melken, müssen wir nur noch die säumigen Kühe zum Roboter treiben. Viele Kühe haben immer noch den Rhythmus, morgens und abends zu melken. Sie können jetzt aber häufiger zum Melken gehen, je nach Milchleistung. Immer, wenn das Euter zwickt, weil es voll ist, oder weil sie Appetit auf „Kuh-Schokolade“ haben. Die gibt es nur im Roboter. Damit fördert man die Bereitschaft, dass die Kühe freiwillig zum Melken gehen.

Juhuu! Meine neuen Klopapierrollenhalter sind da.

Am Nachmittag heißt es noch aufräumen, denn mein Sohn muss morgen im Rahmen seiner Ausbildung zum Landwirt unseren Hof vorstellen. Es gibt immer noch Baustellen-Flair, aber im Stall soll nicht mehr so viel Zeugs herumliegen. Der Strohstall wird ausgeräumt und ausgefegt. Und auch an anderen Stellen kommen die liegengebliebenen Sachen weg. Manchmal ist es ganz gut, wenn sich Besuch ankündigt.
Ich schreibe diesen Artikel erst am 13.12. fertig. Gestern Abend hatte ich noch eine Gemeinderatssitzung, und als ich nach Hause kam, war keiner da. Mein Mann und die beiden Jungs waren damit beschäftigt, den Trecker samt vollen Kartoffelanhängern aus dem Dreck zu ziehen. Durch den vielen Regen in der letzten Woche war der Boden ziemlich aufgeweicht. Eine falsche Einschätzung und der Trecker steckte fest – tief fest. So endete der Abend viel später als gedacht.


Liebe Anke, das war ein sehr interessanter Artikel. Die Frage, ob Laktoseintoleranz heute häufiger ist, habe ich mir auch schon…